REGION.innovativ – zirkulierBAR

Interkommunale Akzeptanz für nachhaltige Wertschöpfung aus sanitären Nebenstofffströmen.
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Liebe Leser:innen,


Ressourcen aus der Schüssel sind der Schlüssel für eine nachhaltige regionale Kreislaufwirtschaft. Mit diesem Ansatz hat
sich unser Konsortium, „Region.innovativ - zirkulierBAR“, auf eine dreijährige Forschungsreise begeben. Und wir laden Sie heute ein - kommen Sie mit, begleiten Sie uns. 
Koordinatorinnen:
Corinna Schröder & Ariane Krause
Unsere Vision ist es, Nährstoffe aus verzehrten Nahrungsmitteln wie Phosphor (P) und Stickstoff (N) zurückzugewinnen und wieder zirkulierBAR zu machen. Also „zurück in den Kreislauf“ zu bringen, und somit in die Landwirtschaft zurückzuführen.

Wir sind ein Konsortium aus elf Partner:innen, das 2021 eine dreijährige Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erhalten hat. In einem Reallabor in Eberswalde/Barnim veredeln wir Inhalte aus Trockentoiletten zu qualitäts-gesicherten Recyclingdüngern und setzen uns für die Anpassung von Verordnungen ein.
In unserem Newsletter werden wir Sie mit Einblicken in unser Reallabor und Ergebnissen aus unserer Forschung auf dem Laufenden halten. Bitte leiten Sie diesen Newsletter auch an Ihre Netzwerke weiter; neue Interessierte können sich unten eintragen. Folgen Sie uns auch gerne auf Twitter (@zirkulierBAR) oder Instagram, besuchen Sie unsere Webseite (www.zirkulierbar.de) oder nehmen Sie einfach persönlich Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns wenn viele Beobachtende unser Projekt begleiten.

Was genau aber machen wir?
Erfahren Sie mehr

Aktuelles aus den Teilvorhaben

Teilvorhaben I: Technische Voraussetzungen 

Von Baugenehmigungen und Humusregalen

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Unsere Konsortiumspartner Finizio - Future Sanitation und die Kreiswerke Barnim stehen in den Startlöchern: Gemeinsam planen sie derzeit das Herzstück unserer Forschungsarbeit - das Reallabor mit dem Humusregal und der Urinaufbereitungsanlage.

Damit aus Planung Umsetzung wird, wurde bereits im Oktober 2021 ein Bauantrag zur Erschließung der Asphaltfläche eingereicht, auf der das Humusregal und die Urinaufbereitungsanlage aufgebaut werden sollen. Der Bauantrag liegt der Stadt Eberswald und dem Landkreis Barnim vor, und wird derzeit geprüft.
Das Humusregal existiert bereits als digitales 3D-Modell in großer Detailtiefe. Parallel dazu laufen die Gespräche zwischen den Kreiswerken Barnim, Finizio, und dem schweizerischen Technologiepartner Vuna sowie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), um eine VUNA-Urinaufbereitungsanlage aus der Schweiz nach Eberswalde zu bringen und hier in den Testbetrieb zu nehmen.

Mit Hilfe von Erfahrungswerte weiterer Partner:innen wollen wir die Anlage dann für unser Forschungsprojekt optimieren.
Gespannt warten wir derzeit auch auf die wissenschaftliche Auswertung der Ernte eines ersten Feldversuchs im Vorfeld unseres Forschungsprojektes vom August 2021. Hier wurde bereits Getreide auf einem Acker mit Reyclingdünger angebaut - die Daten werden momentan in der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) ausgewertet.

TV III: Akzeptanz und Kollaboration

Wie wird Kreislaufwirtschaft möglich?

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Das Center for Responsible Research and Innovation des Fraunhofer IAO (CeRRI) arbeitet an der Frage, wie regionale Innovationsökosysteme aussehen müssen, in denen Kreislaufwirtschaft möglich wird. Am Beispiel des Netzwerks in Eberswalde fragen die CeRRI-Forscher:innen: Welche Rollen nehmen die unterschiedlichen Akteur:innen in einem erfolgreichen Innovationsökosystem ein? Wie gelingt die Zusammenarbeit der diversen Partner:innen von Verwaltung bis Universität? Und was hemmt den Erfolg eines Netzwerks?

 
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Dies hängt von den Menschen vor Ort und ihren Netzwerken untereinander ab. Sind sie überzeugt vom Wandel, treiben sie ihn voran. Ein anderer wichtiger Faktor ist, ob es auch Raum für neue Ideen gibt.
Einerseits Gestaltungsraum und Offenheit für neue Ideen, andererseits aber auch ganz praktisch Flächen, auf denen innovative Anlagen gebaut und betrieben werden können.
Dazu haben die Kolleg:innen vom CeRRI mit Akteur:innen vor Ort und darüber hinaus gesprochen. Darunter waren z.B. Start-Ups, Verwaltungen und Vereine. Die erste Erkenntnis aus der Befragung ist, dass es vor allem darauf ankommt, wie sehr die Nachhaltigkeitsstrategie in einer Region verankert ist und in die Praxis wirkt. 
Die Untersuchung wird in den nächsten Wochen weitergehen. Dann steht die Frage im Fokus, wie die Erfolgsgeschichte aus Eberswalde auf andere Regionen übertragen werden kann. Ergebnis werden kurze Hinweise und ein Toolkit sein, mit denen kommunale Innovationsökosysteme initiiert und am Laufen gehalten werden können.

TV IV: Transferaktivitäten

zirkulierBAR in den Medien

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Die Nährstoffwende ist ein Medienthema. Das zeigen nicht nur die Interviewanfragen, die zirkulierBAR regelmäßig bekommt, sondern auch die Zahlen unserer Medienbeobachtung und Auswertung.

So hat die Schwäbische Zeitung am 15.1.2022 die Nährstoffgewinnung aus Urin und Fäzes zum Thema gemacht und Ariane Krause vom Leibniz Institut für Gemüse Zierpflanzenanbau (IGZ) und Florian Augustin von Finizio - Future Sanitation interviewt. Hier gehts zum Artikel.
Nur wenige Tage zuvor, am 12.01.2022, hat das ZDF Morgenmagazin einen Nachrichtenfilm über Finizio - Future Sanitation gedreht. Und im November 2021 war ARTE für die Dokumentation „Unser Abwasser - Giftcocktail oder Goldgrube?“ zu Gast auf dem Gelände der Kreiswerke Barnim. In diesem Film werden die Abwassersysteme von Paris und Berlin verglichen, und die Trockentoiletten als Alternative dazu vorgestellt.
Weitere Artikel über zirkulierBAR finden Sie auf www.zirkulierbar.de/Presse.

Ein Blick in unsere Medienbeobachtung zeigt, dass auch über Deutschland hinaus die Nährstoffwende an Fahrt aufnimmt.
Die Schweiz beschäftigt sich beispielsweise zunehmend mit diesem Zukunftsthema:
https://www.blick.ch/wirtschaft/wc-der-zukunft-wertvolle-abwaesser-id17167610.html
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Alleine in den letzten drei Monaten hat der Begriff „Nährstoffwende“ ca. 337 Medien-Treffer in Onlinemedien und Social Media erzielt, Tendenz steigend. 
Dazu beigetragen haben auch die Pressemitteilungen unserer Konsortiums-partner CeRRI und HNEE. Und auch das Bundesministerium für Bildung und 
Die Ausstrahlung ist für Februar/März 22 geplant. Ein genauer Sendetermin steht aber noch nicht fest. Und weitere Dreharbeiten stehen an: Für das Frühjahr plant die freie Filmemacherin Anna Goretzki ein Filmprojekt zu unserem Projekt zirkulierBAR.
Forschung hat uns auf Twitter kräftig unterstützt.

Aktuelles aus dem Konsortium

Maxie Klein - Ihre Ansprechpartnerin für Social Media

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Hallo und schönen guten Tag!

Mein Name ist Maxie Klein und ich bin seit Dezember die studentische Hilfskraft bei zirkulierBAR. Mein Aufgabenfeld ist vor allem das Social Media Management, ich unterstütze aber auch die Koordination des Projekts.

Wann immer ein Update nach außen getragen, ein Termin oder ein paar spannende Informationen zu zirkulierBAR geteilt werden sollen, stehe ich zur Verfügung. Aber auch das Netzwerken und der Austausch mit der Community fallen in meinen Zuständigkeitsbereich. Zudem erstelle ich Beiträge in Text und Bild, um ein paar Einblicke in unsere Arbeit zu gewähren.
Kurzum: ich zeige der Welt wer und was zirkulierBAR eigentlich ist und was es kann.
In den nächsten Monaten sollen zunächst die Social Media Kanäle eingerichtet, und mit grundlegenden Informationen ausgestattet werden, sodass Besucher:innen der Profile ein gutes Verständnis von unserer Arbeit bekommen. Das Ziel ist, ihnen auf unterschiedlichste Weise die Themenkomplexe der Kreislaufwirtschaft näher zu bringen.
Außerdem plane ich die ersten Kontakte zu verwandten Projekten aufzubauen.

Über alle weiteren Entwicklungen können Sie sich gerne direkt über unsere Social Media Kanäle (Facebook, Twitter und Instagram) oder bei mir persönlich unter klein@igzev.de informieren.

Stellungnahme von zirkulierBAR zum EU-Rechtsakt

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Am 14. Januar 2022 hat zirkulierBAR eine Stellungnahme zum EU-Rechtsakt 2019/1009 abgegeben. Die EU möchte die Kriterien für agronomische Effizienz und Sicherheit für Nebenprodukte in EU-Düngeprodukten festlegen. Neu ist, dass eine Ausweitung der Düngemittel auf organische und recycelte Ausgangsstoffe eingeführt werden soll, was die Chance eröffnet, dass auch Recyclingdünger aus Urin und Fäzes aufgenommen werden könnte.

Konsortium Next Steps

Alle Stellen im Projekt sind nun besetzt, und es geht volle Kraft voraus. 
  • Am 9. und 10. März treffen wir uns auf Einladung des Forschungs-Ministeriums digital zu einer Vernetzung mit anderen Projekten aus den BMBF-Fördermaßnahmen "REGION.innovativ - Kreislauf-wirtschaft" und "Kommunen innovativ".
  • Im April werden wir uns an der Nachhaltigkeitswoche an der TU Berlin beteiligen, ein genauer Termin steht noch nicht fest.
  • Am 9. und 10. Juni sind wir auf der re:publica 2022 in Berlin zu Gast und planen dort einen Themenschwerpunkt „Nährstoffwende“. zirkulierBAR wird u.a. zwei Panel-Diskussionen und Demonstrations-Pflanzversuche beitragen. Der Auftritt erfolgt im Bündnis mit dem NetSan e.V., der Goldeimer gGmbH, dem Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Vuna GmbH, Missoir u.v.a...
  • Ebenfalls im Juni, am 13. und 14.,  werden wir an der Auftaktkonferenz der BMBF-Fördermaßnahmen "REGION.innovativ - Kreislaufwirtschaft" und "Kommunen innovativ“ teilnehmen.
  • Außerdem planen wir noch mit zwei wissenschaftlichen Beiträgen auf Konferenzen vertreten sein, nämlich zum Einen auf der European Sustainable Phosphorus Conference in Wien, am 20.-22. Juni, und zum anderen bei „Nachhaltig wirken – Reallabore in der Transformation“ in Karlsruhe, am 2. und 3 Juni 2022. 
  • Und im Herbst (September oder Oktober) wollen wir dann eine ganze Woche zu zirkulierBAR organisieren und Interessierte nach Eberswalde einladen um dort mit uns zu diskutieren, zu forschen und zu zirkulieren. Im nächsten Newsletter dann vielleicht schon mehr dazu…
Hier geht es zur Newsletter Anmeldung

Aktuelles aus den Kommunen

Anna Calmet - Ihre Ansprechpartnerin für die Kommunen

Am 15. Dezember 2021 wurde eine Kontaktstelle für Kommunen im Projekt zirkulierBAR geschaffen und durch Anna Calmet besetzt.
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Sie dient als Anlaufstelle für interessierte Kommunen und ist zuständig für den interkommunalen Wissenstransfer.

Kommunen aus ganz Deutschland sind eingeladen das Projekt zirkulierBAR zu beobachten - aus der Ferne, über digitale Workshop-Formate, oder aus der Nähe, über regelmäßige Besuche des Reallabors im Landkreis Barnim.

Ziel ist es, einen Transformationsprozess auf kommunaler Ebene anzustoßen und eine Übertragung der Innovation in andere Regionen zu stärken.

Sie können sie erreichen unter: kommunen@zirkulierbar.de

Kontakt

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Dr. Ariane Krause

Projektkoordinatorin

Tel: +49 (0) 33701 – 78 254

krause@zirkulierbar.de

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Corinna Schröder

Projektkoordinatorin

Tel: +49 (0) 33701 – 78 201

schroeder.corinna@igzev.de

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Stephan Becker-Sonnenschein 

Presse

Tel: +49 (0) 30 – 219 60 52 0

presse@zirkulierbar.de

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