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Stephan Becker-Sonnenschein

Liebe Karnivor*innen, liebe Vegetarier*innen, liebe Leser*innen,

in England ist am 2. Dezember 2020 erstmalig für den öffentlichen Einsatz ein Impfstoff gegen das Corona-Virus zugelassen worden, der eine neue Methode auf Basis der messenger RNA (mRNA) Technologie basiert. 

In Singapur ist am 2. Dezember 2020 erstmalig für den öffentlichen Verzehr ein Fleischprodukt zugelassen worden, das auf der Basis von Zellkulturen in Inkubatoren hergestellt wurde. 

Was beide Erfindungen verbindet? Das Wissen um Zellen, Moleküle und biochemische Prozesse hat in „Weltrekordzeit“ Produktlösungen zum Dienst an der Menschheit gebracht, die jetzt den Weg auf den freien Markt gefunden haben. Die Produkte sind begehrt, alle warten darauf, und jetzt sind sie da.
Der Einstieg des U.S. Start-ups “Eat Just” in den Markt ist ein Meilenstein in der Weltgeschichte der Ernährung. Denn mit dieser Art der Fleischproduktion zeichnet sich eine Alternative zu den Zuchttieren ab, die wir im Laufe der 10.000-jährigen Domestizierung geschaffen haben. Diskussionen um Ställe, Futtermittel, Medikamente bei Tieren, um Gülle, Schlachtung, Zuchtverbesserungen und vieles mehr werden bei diesem neuen Geflügelfleisch ihre Grundlage verlieren. 

Natürlich werden sich jetzt neue Themen ergeben, die man ethisch diskutieren kann und muss. Es wird ein Kampf um neue Regeln für diese Produkte beginnen, um Gesundheitsaspekte, Verpackungsdiskussionen, Haltbarkeitsthemen und so weiter. Aber es wird sich um ein Produkt handeln, das in jedem Keller eines Gewerbehofes hergestellt werden kann. Es wird nicht bei Klein- oder Großbauern produziert, sondern in Anlagen, die in städtischen Regionen gezielt aufgebaut werden, um eine lokale oder regionale Versorgung sicherzustellen. Es kann sein, dass der Handel sich neben seinen Logistikzentren eine Produktionsanlage für Hühnerfleisch hinbaut. Als Produktionspartner können Unternehmen fungieren, die sich für Deutschland, wenn nicht Europa, bei einigen US Start-ups exklusive Vertriebsrechte für Hühnerzuchtfleisch und andere Lebensmittelinnovationen gesichert haben. Auch „Just“ soll in Singapur in Kürze als Ei-Ersatz angeboten werden.

Unsere Welt bleibt die gleiche – die Natur, die Schönheit –, aber auch die Herausforderungen bleiben, den Hunger zu besiegen und die Ernährung in Städten sicherzustellen. Bei den Antworten auf diese Herausforderungen ändert sich gerade sehr viel, diese Lösungen sollten wir aktiv mitgestalten. Wir Menschen verstehen immer genauer die molekularen Zusammenhänge, können Ressourcen anders herstellen oder zurückgewinnen und können damit das Morgen nachhaltig und fortschrittlich gestalten.

Am 28. und 29. April 2021 werden wir den nächsten Global Food Summit in München in der alten Kongresshalle durchführen. Wir werden versuchen, eine Kostprobe des Hühnerfleisches zu bekommen und das Thema mit der Food Agency in Singapur ausführlich zu diskutieren.

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche und gesunde Vorweihnachtszeit, und arbeiten wir stoisch auf eine Besserung der Pandemie-Situation hin.

Ihr Unterschrift Stephan Becker-Sonnenschein Stephan Becker-Sonnenschein

 
 

Interview

Dr. Edgar Remmele, TFZ Technologie-Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe, Straubing
Essens Icon Tierfutter Mikroskop Icon Nachhaltigkeit

In der Landwirtschaft sind im Winter mit Folien, Sandsäcken und Reifen abgedeckte Futtersilos zu sehen. Die Abdeckplanen sind riesig. Herr Dr. Remmele vom TFZ Technologie-Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing hat bis Ende Januar 2019 an einer aufspritzbaren Abdeckung von Silagen geforscht. Sein Produkt ist zu 100 Prozent biologisch abbaubar und genügt den Anforderungen der Bioökonomie. 

Herr Dr. Remmele, wie ist der aktuelle Stand?

Das patentierte Abdeckmaterial besteht aus zwei flüssigen Komponenten A und B, die unmittelbar vor dem Aufspritzen sorgfältig homogenisiert werden. Komponente A besteht aus Rapsöl, dem Geliermittel Natriumalginat, dem Gelierhilfsmittel Calciumsulfat und Cellulosefasern als Füllstoff. Komponente B besteht aus dem Bindemittel Naturkautschuk, Wasser als Lösungsmittel, Natriumbenzoat als Konservierungsmittel, Sorbit als Feuchthaltemittel und dem Weichmacher Glycerin. Alle wesentlichen Rezepturkomponenten sind „nachwachsende Rohstoffe“. Zusammengemischt und aufgespritzt härtet das Material auf der Silageoberfläche aus und gewährleistet schnell einen luftdichten Abschluss. Die Aufbringung des Abdeckmaterials erfolgt nach dem Verdichten der Silage mit einem speziellen Trägerfahrzeug oder mit einem Anbaugerät an einem Standrad-Traktor. Bei der Verwendung der Silage als Substrat für die Biogasgewinnung kann das Abdeckmaterial mit der Silage entnommen und in den Fermenter eingebracht werden, wo es abgebaut wird. Die Erfindung wurde von der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft mit dem Innovation Award in Gold ausgezeichnet. Derzeit suchen wir nach Industriepartnern, die das Verfahren in die Praxis überführen.

Lesen Sie hier das Interview.

 
 
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Kommentar: Die Akzeptanz von Alternativen Proteinen


                                
Bild: Tönnies Holding ApS & Co. KG

Wir fragen Stakeholder aus Industrie, Verbänden und Politik: „Was glauben Sie, welche Auswirkungen hat und hatte die Corona-Pandemie auf die Entwicklung und Kundenakzeptanz von Alternativen Proteinen, und wie ist Ihre Haltung dazu?“

Dieses Mal kommentiert Dr. André Vielstädte, Leiter der  Unternehmenskommunikation von Tönnies die aktuelle Situation. Er bricht eine Lanze für das tierische Eiweis als Bestandteil der menschlichen Ernährung. Gleichzeitig sieht Tönnies den Trend zu alternativen Produkten und positioniert sich mit seiner Tocherfirma "Zur Mühlen" mit Fleischersatzprodukten auf diesem Markt.

Lesen Sie hier den Kommentar.

 
 

Global Food Summit unterwegs

29

Die virtuelle innovate! Convention 

Okt.
2020

Am 29. Oktober 2020 fand die Convention innovate! virtuell statt. Einen Tag lang standen spannende Projekte und visionäre Start-ups im Fokus rund um die Themen Food, Agrar und Digital. Auf der Homepage von innovate! können Sie sich unter anderem die Pitches der Gewinner des Innovate!Awards anschauen, die an Start-ups in den Kategorien Food, Agri und Digital Innovation verliehen wurden.

Zusammen mit Niklas Hielscher vom Forschungszentrum Jülich haben wir im Rahmen der innovate! auch einen Round Table betreut zum Thema: „Von der wissenschaftlichen Idee zum Produkt? Nebenströme aus der Land- und Ernährungswirtschaft als zirkuläre Geschäftsidee entwickeln.“



Der Global Food Summit 2021 findet Ende April statt

We have a date: Der Global Food Summit 2021 wird am 28. und 29. April 2021 in München stattfinden! Wir sitzen nun am Konzept und werden in den kommenden Wochen unter anderem entscheiden, in welcher Form und mit welchen Formaten der Kongress stattfinden wird. Wir freuen uns schon sehr darauf und halten Sie natürlich auf dem Laufenden.

Der Global Food Summit auf der Berlin Science Week



Am 4. November 2020 war es soweit: Unsere erste Online-Veranstaltung "Tomorrow is discussed Today – Bioeconomy in Food for an Urban Society“ fand im Rahmen der diesjährigen Berlin Science Week statt. Head & Founder Stephan Becker-Sonnenschein führte zusammen mit unserer Geschäftsführerin Isabella Pfaff durch das Programm. Der Besprechungsraum in den Geschäftsräumen von mfm - future at work wurde dafür zu einem Sende-Studio umfunktioniert.

Wir freuen uns sehr, eine interessante, dreistündige Online-Veranstaltung mit herausragenden Rednern aus aller Welt zum Thema Bioökonomie realisiert zu haben, mit Interviews, Vorträgen und einer Podiumsdiskussion. Die Veranstaltung haben wir aufgezeichnet und stellen sie auf der neuen Media-Plattform des Global Food Summit, „global.food.summit.media“, allen Interessierten zur Verfügung: media.globalfoodsummit.com.

Unser besonderer Dank gilt den Expertinnen und Experten, die mit ihren spannenden Vorträgen und Interviews die Veranstaltung zu einem Erfolg gemacht haben.

GFS hat eigene Mediaplattform

 
 
Highlights unser Sponsoren

Der Global Food Summit hat nun eine eigene Media-Plattform: „global.food.summit.media“: Auf media.globalfoodsummit.com finden Sie zukünftig unter zwei Kategorien Filme rund um das Thema Food-Innovationen. Bei Food NOW gibt es Kurzfilme, aufbereitet für den Einsatz auf Social Media, mit Untertiteln in Deutsch und Englisch. Und in der Mediathek längere Filme zu Themen rund um Novel Food sowie Videomaterial über den Global Food Summit und seine Aktivitäten. Für die Branche wie auch für Start-ups und Journalisten werden wir damit zentraler Ansprechpartner. Die Filme stehen frei zum Download zur Verfügung.

Schauen Sie vorbei. Sie finden in der Mediathek unter anderem die Aufzeichnung der Online-Veranstaltung "Tomorrow is discussed Today – Bioeconomy in Food for an Urban Society“, die im Rahmen der Science Week am 4. November stattfand und sich rund um das Thema Bioökonomie drehte. Viel Spaß beim Entdecken!

 
 

Nuro sammelt 500 Millionen Dollar für autonomes Lieferfahrzeug ein


Bild: Nuro

Perfektes Timing: Die Firma Nuro mit Sitz in Mountain View, Kalifornien, stellt podähnliche, autonom fahrende Lieferfahrzeuge beispielsweise für Supermärkte und Lieferdienste her und konnte Anfang November weitere 500 Millionen US-Dollar an Investitionen einsammeln. Damit hat das Unternehmen nun insgesamt 1,5 Milliarden US-Dollar für seine Entwicklung akquirieren können.

Die diesjährigen Testläufe im öffentlichen, regulären Verkehr in den Städten Houston, Phoenix und Mountain View waren ein voller Erfolg und kommen genau zur richtigen Zeit: Dank der Technologie können Konsumentinnen und Konsumenten bald den Weg in den Supermarkt vermeiden und kommen damit in Zeiten der Corona-Pandemie mit weniger Menschen in Kontakt. Auch für diejenigen, die in Quarantäne sind, sichert der Dienst die Versorgung mit Lebensmitteln.

Das R2-Fahrzeug von Nuro ist etwa halb so groß wie ein normales Auto und fährt autonom mit einer Geschwindigkeit von 25 Meilen pro Stunde.
Neben der technischen Seite sind jedoch vor allem behördliche Genehmigungen eine große Herausforderung für das Unternehmen. Autonome Fahrzeuge sind neu, und die Regierungsebenen setzen nun sich mit der Frage auseinander, wie die Sicherheit auf den öffentlichen Straßen gewährleistet werden kann.

 
 

FH Münster Steinfurt gewinnt den Biogas-Innovationspreis 2020

Im Vordergrund von links: Dr. Elmar Brügging und Tobias Weide, Fachhochschule Münster-Steinfurt;im Hintergrund von links: Udo Hemmerling, DBV und Professor Michael Nelles, Deutsches Biomasseforschungszentrum DBFZBild: Deutscher Bauernverband e.V.

Die Fachhochschule Münster-Steinfurt hat am 25. November 2020 den Biogas-Innovationspreis der Deutschen Landwirtschaft 2020 gewonnen. Sie erhält den mit 10.000 Euro dotierten Preis für ihre Versuchsreihen mit dem Thema „Biowasserstofferzeugung mittels dunkler Fermentation und Mikroorganismenrückhalt aus Reststoffen und Abwässern“.

Die Preisverleihung fand im Rahmen des diesjährigen Biogas-Innovationskongresses statt, der am 24. und 25. November 2020 das erste Mal virtuell „seine Tore“ öffnete. Er wird getragen von dem Fachverband Biogas e.V., dem Deutschen Bauernverband e.V., dem Bundesverband BioEnergie e.V. und der Landwirtschaftlichen Rentenbank, die auch das Preisgeld für den Innovationspreis stiftet.

 
 

Bericht von EIT Food offenbart nachhaltige Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den Lebensmittelkonsum in Europa


Das EIT Food veröffentlichte Anfang Dezember einen neuen Bericht zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Lebensmittelkonsum.

Die Umfrage mit 5.000 Teilnehmern aus zehn europäischen Ländern zeigt, dass die Lockdown-Maßnahmen möglicherweise zu nachhaltigen Änderungen beim Lebensmittelkonsum geführt haben. Diese sind durch erhebliche Veränderungen bei den Einkaufsmustern, der Zubereitung von Mahlzeiten und den Essgewohnheiten gekennzeichnet. Der Bericht zeigt unter anderem:
  • Fast die Hälfte der Befragten (49 %) gab an, dass die Pandemie dazu geführt hat, dass sie mehr Wert auf den Schutz ihrer Gesundheit legen.

  • Knapp über ein Drittel der Umfrageteilnehmer (35 %) kauft heute mehr regionale Produkte, und 87 % werden dies ihren Angaben zufolge sehr wahrscheinlich auch zukünftig tun.

  • 27 % der Verbraucher gaben an, dass es nach der Pandemie wichtiger sein wird, Zeit zum Selbstkochen zu haben, und 30 % möchten ihre Ernährung vielfältiger gestalten.

  • Mehr als ein Drittel der Verbraucher (34 %) hat während der Pandemie einen Teil des Einkommens oder das gesamte Einkommen verloren, sodass die Erschwinglichkeit von Lebensmitteln nach dem Lockdown hohe Priorität haben wird.
Lesen Sie hier den Bericht.
 
 
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