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Stephan Becker-Sonnenschein

Liebe Freunde des Global Food Summit,

der Mut zu großen Entscheidungen spiegelt sich in den ambitionierten EU-Nachhaltigkeits-, Bioökonomie- und Klimazielen wider. Aber ein Beschluss ist noch nicht das Ergebnis. Jetzt muss erst eine Strategie erarbeitet werden, wie man all das erreichen kann, was man erreichen will. Der Global Food Summit hat sich für die Berlin Science Week die Aufgabe gestellt, in nur drei Stunden deutlich zu machen, wie kompliziert eine Roadmap in die Nachhaltigkeit 2030 aussehen wird.

Da sind zunächst einmal die disruptiven Ideen, die zu bewerten sind. Welche Kriterien legt man für die Bewertung an, wie kann man Indikatoren für Nachhaltigkeit formulieren, und welche Methoden will man vergleichen? Brian Shaw von Metabolic betrachtet diese Herausforderung sehr nüchtern und sagt, nicht alle Innovationen tragen zur Erreichung der Ziele bei. Es wird wichtig sein, die richtigen Projekte herauszufinden, zu berechnen und dann auch umzusetzen. Umsetzen wiederum bedeutet, dass auch die regulatorischen Rahmen überprüft werden müssen.

Lassen Regelwerke wie Novel Food Verordnung, Codex Alimentarius oder Düngemittelrecht einen geschlossenen Wirtschaftskreislauf überhaupt zu? Professor Kai Purnhagen von Deutschlands einzigem Lehrstuhl für Lebensmittelrecht an der Universität Bayreuth äußert hier einige Bedenken. Die geforderten Transformationen sind in keiner Weise mit den derzeitigen rechtlichen Rahmenbedingung kompatibel. Da muss noch viel Gesetzgebungsarbeit geleistet werden.

Selbst – oder gerade – in einem Raumschiff sind feste Rahmenbedingungen, sprich, Regeln, sehr wichtig. Denn es steht die Sicherheit der Menschen auf dem Spiel. Professor Reinhold Ewald, deutscher Astronaut auf der MIR 1997, am Institut für Raumfahrtsysteme, Universität Stuttgart, berichtet über die Forschungen, wie man im All einen geschlossenen Kreislauf aufbauen kann. Dabei sind hygienische und Sicherheitsanforderungen von besonders hoher Bedeutung, denn der Salatkopf aus dem Weltraum-Greenhouse darf keine Keime oder Pilze enthalten. Sie könnten in der abgeschlossenen Weltraumkapsel lebensgefährlich werden.

Das gleiche gilt genauso für die Algenanlagen, die künftig Brauchwasser auf der Erde wieder aufbereiten sollen. Algen haben eine hohe Reinigungskraft, sie vermehren ihre Biomasse zehn Mal schneller, als Gras wächst, und sie sind ein Energieträger, der in Zukunft die Kohle ersetzen könnte. Frau Christine Kuchendorf, Forschungszentrum Jülich, wird den „Algen Scrubber“ vorstellen, der derzeit auch auf der MS Wissenschaft durch Deutschland tourt.

Ob es Weizenanbau im All geben wird oder in vertikalen Farmen auf der Erde, darüber informiert uns Professor Senthold Asseng, University of Florida (USA) und Director of the Florida Climate Institute. Er hat sich als Klimaforscher auf die Auswirkungen von Klimaveränderungen auf den Anbau von Weizen spezialisiert. Geschlossene Kreisläufe sind auch hier eventuell ein Teil der Lösung.

Nach Wasser und Stärke fehlt noch der Bereich Proteine: Johannes Mahn, Foresight Manager, Evonik Industries AG, hat eine aufwändige Szenarien-Studie zum Thema Proteine in der Zukunft gemacht. Welches Problem müssen wir lösen, wenn wir an die Ernährung mit fleischlichen Proteinen denken? Welchen Einfluss haben die Konsumentenverhalten, wie können neuen Technologien bewertet werden, und wie erreicht man damit auch Klimaschutz- oder Nachhaltigkeitsziele?

Ich freue mich, wenn Sie auch das Abschluss-Panel mit Professor Justus Wesseler, University Wageningen, Professor Senthold Asseng, Dr. Michael Binder, Evonik Industries AG, und mir mit Ihren Fragen herausfordern.

4. November 2020, 10 - 13:00. Den Zoom-Link finden Sie hier.
Besuchen Sie gerne alternativ unsere Veranstaltungsseite auf der Homepage der Berlin Science Week,  um am 4. November 2020 ab 10 Uhr am Live-Stream teilzunehmen.

Ihr Unterschrift Stephan Becker-Sonnenschein Stephan Becker-Sonnenschein

 
 

Interview

Georg Mayerhofer, Landwirt in Ortenburg/Bayern
Essens Icon Lebensmittel Mikroskop Icon zirkuläre Landwirtschaft

Georg Mayerhofer ist Landwirt in Ortenburg in Bayern. Er möchte ein Bindeglied zwischen Gesellschaft und Landwirtschaft sein. Er gibt Verbrauchern die Chance, sich Grundwissen über landwirtschaftliche Tätigkeiten anzueignen, und ermöglicht einen Einblick in einen modernen landwirtschaftlichen Betrieb. Aus diesem Grund ist er sehr aktiv in der Öffentlichkeitsarbeit, tritt als Redner auf und berichtet über seine Arbeit auf seinem Blog und in den sozialen Medien. Wir haben ihm Fragen zu seiner Arbeit und seiner Einschätzung zu Innovationen im Bereich der Lebensmittelproduktion gestellt.

Sie betreiben auf Ihrem Hof zum Teil eine Kreislaufwirtschaft. Welche Rolle kann die Landwirtschaft künftig einnehmen, um den Ressourcenkreislauf von den Städten zurück auf das Land zu intensivieren?

Es gibt ja verschiedene Arten von Kreisläufen. Für mich als Landwirt werden Kreisläufe immer wichtiger, und ich muss erkennen, dass wir Kreisläufe in unserer Branche auch eine ganze Zeit vernachlässigt haben. Internationaler Rohstoffhandel ist richtig und wichtig, gerade auch für eine Industrienation wie Deutschland. Trotzdem ist dieser mit großen Nachteilen verbunden. Es geht darum, mehr Fairness im Vergleich Inland - Ausland von landwirtschaftlichen Erzeugnissen zu erreichen, und es geht natürlich auch um negative Umweltauswirkungen, wenn landwirtschaftliche Güter ex- oder importiert werden. Das heißt, es liegen große Chancen in regionalen Kreisläufen. Zum Beispiel innerbetriebliche Nährstoffkreisläufe, Futterkreisläufe, ja sogar regionale Energiekreisläufe sind denkbar. Und natürlich auch ein Kreislauf zwischen Stadt und Land. Daher sehe ich gute Chancen darin, diese Verbindungen zu den Menschen in der Stadt zu intensivieren, Landwirtschaft zu erklären und zu zeigen, wo kommen unsere Nahrungsmittel her und wie werden sie produziert. 

Lesen Sie hier das Interview.

 
 
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Kommentar: Die Akzeptanz von Alternativen Proteinen


                                
Bild: „Deutscher Tierschutzbund e.V.

Wir fragen Stakeholder aus Industrie, Verbänden und Politik: „Was glauben Sie, welche Auswirkungen hat und hatte die Corona-Pandemie auf die Entwicklung und Kundenakzeptanz von Alternativen Proteinen, und wie ist Ihre Haltung dazu?“

Heute meldet sich Verena Jungbluth, Chefredakteurin und Leiterin des Bereichs Veganismus beim Deutschen Tierschutzbund. Sie sagt: So wie wir heute leben, können wir es nicht weiter tun, und plädiert für einen Gesellschaftsvertrag in Bezug auf die Art und Weise, wie wir zukünftig die Landwirtschaft gestalten. Vor allem, wenn es um Tiere geht. Dabei spielen Alternative Proteine eine große Rolle.

Lesen Sie hier den Kommentar.

 
 

Upcoming Events

29.

Die innovate! findet am 29. Oktober statt


26.

Das Programm „food collegen“ hat seinen Auftakt im November

Okt.
2020

Bald ist es soweit: Die Veranstaltung innovate! findet am 29. Oktober 2020 statt und stellt einen ganzen Tag spannende Projekte und visionäre Start-ups in den Fokus. Hier geht’s zum Programm: innovate-os.de/programm/

Wir sind zusammen mit Niklas Hielscher vom Forschungszentrum Jülich dabei und veranstalten am 29.Oktober 2020 von 12:30 bis 13:00 Uhr einen Round Table zum Thema: „Von der wissenschaftlichen Idee zum Produkt? Nebenströme aus der Land- und Ernährungswirtschaft als zirkuläre Geschäftsidee entwickeln.“ Wir sprechen dabei über die Arbeit des Accelerators BioBoosteRR, der biobasierte Innovationen aus der Wissenschaft und Umgebung in die Anwendung bringt, sowie über die Strukturwandel-Initiative Modellregion BioökonomieREVIER Rheinland. Hier finden Sie weitere Informationen zum Round Table: innovate-os.de/workshops/

Nov.
2020

Der Cluster Ernährung in Kulmbach unterstützt bayerische Food-Start-ups und Direktvermarkter unter anderem bei der Produktentwicklung. Der Cluster bietet dabei mit der Veranstaltung „food collegen“ am 26. November 2020 zehn Unternehmen die Möglichkeit, mit verschiedenen Expertinnen und Experten am Geschmack ihrer Produkte zu arbeiten. Das Ziel ist es, die Teilnehmenden zu beraten und individuelle Verbesserungsvorschläge für ihre Produkte zu ermöglichen. Zusätzlich informieren Expertinnen und Experten praxisnah über wichtige Schritte der Produktentwicklung von Konsumentenforschung bis Sensoriktests. Hier finden Sie weitere Informationen zur Veranstaltung: cluster-bayern-ernaehrung.de/leistungen/aktuelles
/detail/254.html




Der Global Food Summit auf der Berlin Science Week



Food-Changers, are you in? Lassen Sie uns herausfinden, wie die Bioökonomie die Art und Weise verändern kann, wie wir 2030 Nahrungsmittel produzieren. Werfen Sie einen Blick auf innovative Szenarien bei unserer Online-Veranstaltung im Rahmen der Berliner Science Week am 4. November 2020 von 10 bis 13 Uhr.

Eine detailiertes Programm unserer Veranstaltung finden Sie auf unserer Homepage.
Nehmen Sie mit dem Zoom-Link an der Veranstaltung teil.

oder besuchen Sie unsere Veranstaltungsseite auf der Homepage der Berlin Science Week,  am 4. November 2020 ab 10 Uhr am Live-Stream teilzunehmen.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung auf Eventbrite.

Lebensmittel aus dem Weltall, Abwasserbehandlung durch Algen oder Weizenproduktion in städtischen Indoor-Farmen - nehmen Sie an unserer Online-Veranstaltung teil und entdecken Sie bei Präsentationen, Interviews und einer Podiumsdiskussion mit anschließenden Q&A, wie unsere Zukunft aussehen kann.

Wir stellen Ihnen unter anderem vor:

Sauberes Wasser dank Algen
Die globale Urbanisierung zwingt uns, über die Wasserversorgung nachzudenken. Die Vereinten Nationen schätzen, dass bis 2030 elf Metropolen Trinkwasserprobleme haben werden. In Europa sind London, Moskau und Istanbul betroffen. Um Trinkwasser zu sparen, müssen wir in den Städten einen Wasserkreislauf zur Wiederverwendung von Abwasser aufbauen. Algen-Technologien liefern Lösungen für sauberes gelbes oder graues Wasser aus Toiletten oder Waschmaschinen. Das Forschungszentrum Jülich beschreibt, wie Algen in Zukunft helfen können, den städtischen Wasserkreislauf zu schließen - und gleichzeitig grüne Energie und andere Dinge zu erzeugen.

Klimawandel und Weizenanbau in Indoor-Farmen
Kann Weizen in geschlossenen Räumen statt auf dem Feld angebaut werden? Neueste Forschungen zeigen: ja. Er kann genauso gut in städtischen, vertikalen Farmen oder in einem Weltraumlabor produziert werden. Professor Senthold Asseng von der University of Florida (USA) und Direktor des Klimainstituts von Florida wird einen Überblick über die verschiedenen Lösungen der Weizenproduktion in sich verändernden Klimazonen geben, mit besonderem Augenmerk auf den Entwicklungen des Indoor-Anbaus von Weizen und ob dieser eine Zukunft haben könnte.

Die Regulierungen der Gegenwart sind Bremsklötze für Innovationen
Ohne Gesetze, Regeln und Vorschriften geht in Deutschland nichts, und schon gar nichts in der EU. Jährlich werden von ihr rund 1400 Verordnungen erlassen. Doch Innovationen brauchen kreative Freiräume, um zu wachsen. Der natürliche Feind von Innovation und Umsetzung ist ein überbordendes Regelwerk. Professor Kai Purnhagen, Lebensmittelrechtsexperte von der Universität Bayreuth, analysiert, wie zukünftige Technologien bestehende Gesetze und Vorschriften in Frage stellen. Um nachhaltige städtische Methoden der Lebensmittelproduktion zu implementieren, brauchen wir einen schnelleren Ansatz zur Anpassung der Vorschriften an den Stand der Technik.

Podiumsdiskussion
Fast 80 Prozent der Lebensmittel werden in Städten verbraucht, weggeworfen oder verdaut. Wie kann eine Kreislaufwirtschaft die Verbindungen zwischen Stadt und Land stärken? Wird eine Kreislaufwirtschaft mit disruptiven Innovationen rentabel und gesellschaftlich akzeptiert werden? Wir diskutieren darüber mit dem Deutschen Bauernverband NN (tbd), Professor . Justus Wesseler, Universität Wageningen, Professor Senthold Asseng, University of Florida (USA), Dr. Michael Binder, Evonik Industries AG, Stephan Becker-Sonnenschein, Global Food Summit.

Unser Partner Innovate - AgTech-Innovationen!
Unser Partner Innovate, die Plattform für junge Start-ups aus der AG-TECH-Szene in Niedersachsen, stellt sich vor. Werden sich junge Landwirte für Innovationen begeistern und sich mit Städten vernetzen?

Unsere Redner auf der Science Week

Professor Senthold Asseng

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Institution: University of Florida, USA

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Thema Klimawandel und Weizenanbau in Indoor-Farmen

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Position: Director of the Florida Climate Institute

Dr. Michael Binder

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Institution: Evonik Industries AG

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Podiumsdiskussion: Innovation, Schnelligkeit, Zirkularität - Was es braucht, um das System erfolgreich zu transformieren?
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Position: Vice President Sustainable Development

Johannes Mahn

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Institution: Evonik Industries AG

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Thema Die Veränderungen in der Proteinlandschaft 2030

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Position: Foresight Manager

Professor Reinhold Ewald

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Institution: Universität Stuttgart

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Thema Raumstation - zirkuläre Lebensmittel

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Position: Professor für Astronautik und Raumstationen

Professor Justus Wesseler

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Institution: Universität Wageningen

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Podiumsdiskussion: Innovation, Schnelligkeit, Zirkularität - Was es braucht, um das System erfolgreich zu transformieren?

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Position: Professor and Chair Agricultural Economics and Rural Policy Group

Dr. Christina Kuchendorf

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Institution: Forschungszentrum Jülich GmbH

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Thema Sauberes Wasser dank Algen

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Position: Wissenschaftlerin am IBG-2: Pflanzenwissenschaften

Innovationen News

Professor Kai Purnhagen

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Institution: Universität Bayreuth

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Thema Circular Food - Neue Lebensmittel brauchen eine neue Regelung

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Position: Professor für Lebensmittelrecht, Ko-Direktor der Forschungsstelle für Deutsches und Europäisches Lebensmittelrecht

Brian James Shawn

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Institution: Metabolic Amsterdam

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Thema Wie man Nachhaltigkeit bei Lebensmittelinnovationen messen kann - Methoden im Vergleich

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Position: Agrifood Team Lead

Innovationen News

Felix Willert

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Institution: innovate!

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Thema Präsentation von Best-Practice-Beispielen aus der Veranstaltung

Kopf Icon

Position: Projektleiter

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Global Food Summit
Werneckstraße 23a
80802 München
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