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Stephan Becker-Sonnenschein

Liebe Freunde des Global Food Summit,

virtuelle Veranstaltungen prägen weiter das Geschehen im Food Bereich. Die Absage der Internationalen Grünen Woche in Berlin für die Öffentlichkeit und die Planung als reines „Branchenevent“ macht deutlich, dass wir auch im kommenden Jahr noch mit Einschränkungen bei Veranstaltungen rechnen müssen.
So wird auch der Global Food Summit am 22. und 23. März 2021 in München daher als „Hybrid-Veranstaltung“ geplant. Allerdings freuen wir uns, dass wir somit wieder internationale Redner präsentieren können.
Das Jahr der Bioökonomie hat den Global Food Summit zu neuen Themen geführt. Wir haben uns gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich um den Deutschen Nachhaltigkeitspreis der Bundesregierung beworben. Mit Algen Brauch-, Gelb- und Regenwasser zu reinigen, und wichtige Mineralien zurückzugewinnen, war Thema der Bewerbung. Jetzt hoffen wir auf die Ergebnisse aus den Jurysitzungen. In unserem Interview gibt Dr. Christina Kuchendorf ausführliche Einblicke in ihre Forschungsarbeit mit Algen.

Das Naturkundemuseum Berlin plant ebenfalls eine Ausstellung zu Future Food in Städten, die vom Fraunhofer IAO Center for Responsible Research and Innovation (CeRRI) ausgerichtet wird. Wie geht die Gesellschaft mit ethischen und sozialen Fragen im Zusammenhang mit neuen Lebensmitteln um? Inspiriert von dem interdisziplinären Verbundprojekt “Cubes Circle” der Humboldt-Universität in Berlin, welches Teil der Initiative Agrarsysteme der Zukunft ist, und vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung und vom Projektträger Jülich (PtJ) gefördert wird, habe ich mit den Ausstellungsmachern ein Szenario entwickelt, wie eine Stadt mit urbaner Landwirtschaft künftig aussehen könnte (www.cubescircle.de). Ab Mitte September wird die Ausstellung zu besichtigen sein.

Lebensmittelinnovationen werden immer breiter diskutiert, das freut uns, denn wir sollten mit entscheiden, was und wie wir essen wollen. Es liegt in unser aller Verantwortung. Unterstützen Sie uns auch weiterhin, damit Innovationen bei Lebensmitteln eine Stimme haben.

Ihr Unterschrift Stephan Becker-Sonnenschein Stephan Becker-Sonnenschein

 
 

Interview

Dr. Christina Kuchendorf, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektkoordinatorin am Institut für Bio- und Geowissenschaften, IBG-2, in der Forschungszentrum Jülich GmbH
Essens Icon Algen Mikroskop Icon Bioökonomie

Dr. Christina Kuchendorf koordiniert seit 2016 das IBG-2 AlgaeScienceCenter mit drei Algenproduktionsanlagen im Pilotmaßstab. Ein Schwerpunkt liegt dabei darauf,  Algen in der Pflanzenernährung zu nutzen, immer mit dem Ziel, die Wissenschaft anwendbar zu halten und auf eine zirkuläre Bioökonomie hinzuarbeiten. Wir haben ihr einige Fragen rund um das Thema Algen und ihre Arbeit gestellt.

Frau Kuchendorf, Sie beschäftigen sich am Forschungszentrum in Jülich mit Algen. Algen werden für die Zukunft der Ernährung eine wichtige Rolle zugesprochen. Worin bestehen die außergewöhnlichen Fähigkeiten der Algen allgemein?


Mikroalgen sind uralte Organismen. Sie sind bereits seit über einer Milliarde Jahren auf diesem Planeten und an alle nur denkbaren Lebensräume angepasst. Da sie Einzeller sind, vermehren sie sich erheblich schneller als höhere Landpflanzen. Unter optimalen Bedingungen, das heißt Licht, Wärme, CO2 und genügend Nährstoffe, teilen sie sich täglich. Der ursprüngliche Lebensraum von Mikroalgen sind die Ozeane, wo Nährstoffe sehr dünn verteilt sind. Das hat sie zu Nahrungskünstlern gemacht. Sie können mit ihrer gesamten Zelloberfläche Nährstoffe aufnehmen. Außerdem können sie wesentlich mehr Nährstoffe aufnehmen und speichern, als sie kurzfristig benötigen. Das schnelle Wachstum unter für sie vorteilhaften Bedingungen, sowie die effiziente Aufnahme und das „Bunkern“ von Nährstoffen, macht Mikroalgen zu einer Biomasse-Ressource, die vielfältig verwendet werden kann. Auf der einen Seite ist es die pure Biomasse, die als Nährstoff in Nahrung oder Futter verwendet werden kann; dies geschieht zum Beispiel bereits in Aquakulturen für Fisch, ist aber aufgrund des hohen Nährstoff- und Mineralgehaltes auch für unsere Ernährung möglich und kann helfen, Ernährungsmängel auszugleichen. Auf der anderen Seite sind die vielfältigen Inhaltsstoffe von Algen interessant als Nahrungs- oder Pharmaziezusätze, beispielsweise als Farbstoffe oder Antioxidantien; aber ihre Öle und Kohlenhydrate sind nicht nur für Nährmittel, sondern auch für (Bio-)Kosmetik oder sogar Bioenergie interessant; während ersteres ökonomisch sehr lohnend sein kann, ist für letzteres zwar die Technik bereits vorhanden, aber die Kosten noch sehr hoch – unter anderem, weil die Trennung der Algen aus ihrer Wachstumsumgebung, dem Wasser, relativ aufwendig ist. Trotzdem haben die Techniken, mit denen Algen produziert werden können, einen großen Vorteil – sie müssen nicht auf landwirtschaftlichen Flächen installiert und können sogar in Architektur eingebunden werden; und sie sind an andere Stoffströme anschließbar, zum Beispiel Solarenergie, Biogas, oder Regen- und Abwasser. Besonders der Aspekt der Nährstoffaufnahme ist hier interessant, denn die Biomasse kann auch als Dünger verwendet werden; ihre Inhaltsstoffe passen sehr gut zu den Bedürfnissen von Pflanzen.

Lesen Sie hier das Interview.

 
 
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Kommentar: Die Akzeptanz von Alternativen Proteinen


                                

Weiter geht es mit unserer Reihe: "Was glauben Sie, welche Auswirkungen hat und hatte die Corona-Pandemie auf die Entwicklung und Kundenakzeptanz von Alternativen Proteinen und wie ist Ihre Haltung dazu?“

Dieses Mal meldet sich Dr. Markus Weck zu Wort. Er ist Hauptgeschäftsführer von Kulinaria Deutschland. Der Branchenverband ist ein Zusammenschluss des Verbands der Essig- und der Senfindustrie, des Bundesverbands der deutschen Feinkostindustrie und des Verbands der Suppenindustrie. Produkte aus dem Segment „Alternative Proteine“ und „Milchersatzprodukte“ werden in diesen Verbänden vertreten.

Sein Credo: Fleischersatzprodukte haben einen festen Platz in den Regalen der Supermärkte und in den Vorratsschränken der Verbraucher erobert. Er berichtet zudem von einer aktuellen Studie über die Motivation von Lebensmitteleinkäufen, die das Rheingold Institut im Auftrag von Kulinaria Deutschland durchgeführt hat. Gesundheit, Sicherheit und Hygiene bestimmen das Verhalten der Verbraucher.

Lesen Sie hier den Kommentar.

 
 

Upcoming Events

29.

Die innovate! findet in diesem Jahr am 29. Oktober statt - komplett virtuell und interaktiv


26.

Call for Start-ups: Produktentwicklungscoaching für Food Start-ups und landwirtschaftliche Betriebe mit den "food collegen"

Okt.
2020

Unser Partner innovate! avancierte vom Barcamp der Osnabrücker Digitalszene zur mehrtägigen Veranstaltung mit Fokus auf die Themen Food, Agrar und Digitalisierung. Sie lädt Gründer, Studierende, Unternehmer, Vertreter aus Forschung und Lehre sowie Interessierte ein, mitzumachen, sich auszutauschen und gemeinsam zu lernen. Höhepunkt ist die Prämierung der innovativen Gründungsideen mit den begehrten innovate! Awards.

Nun wird in diesem Jahr die innovate! online stattfinden. Das Programm und weitere Informationen finden Sie in Kürze hier: innovate-os.de

Nov.
2020

Am 26. November 2020 findet in München die Auftaktveranstaltung des Förderprogramms „food collegen“ des Cluster Ernährung am KErn statt. Der Global Food Summt war ebenfalls aufgefordert, mitzuarbeiten.

Insgesamt zehn Unternehmen werden eingeladen, mit verschiedenen Experten am Geschmack ihrer Produkte zu arbeiten. Zusätzlich wird über wichtige Schritte der Produktentwicklung, von Konsumentenforschung bis Sensoriktests, praxisnah informiert.
Zum Abschluss des Tages wird es ein Netzwerkdinner geben.

Hier finden Sie weitere Informationen sowie die Bewerbungsbedingungen:
www.cluster-bayern-ernaehrung.de/leistungen/
aktuelles/detail/254.html
 



Der Global Food Summit wird Teil des INNOspace Netzwerk Space2Agriculture

                                               

Was haben Raumfahrt und Landwirtschaft gemeinsam? Sehr viel! Beide Branchen sind extrem innovativ und leistungsfähig. Und sie können voneinander lernen.
Daher haben wir für uns einen weiteren Schritt gemacht und unser Netzwerk erweitert: Der Global Food Summit wird Teil des INNOspace Netzwerk Space2Agriculture.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) hat 2013 die Initiative INNOspace® gestartet und setzt damit Anreize und schafft eine Plattformen für einen branchenübergreifenden Dialog und für den Technologietransfer zwischen Raumfahrt und anderen Branchen. Sie ist zudem Bestandteil des Nationalen Programms für Weltraum und Innovation des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und Teil der neuen Hightech-Strategie der Bundesregierung.

Das INNOspace®-Netzwerk Space2Agriculture ist ein Modul der INNOspace®-Initiative und ermöglicht eine Kommunikationsplattform zwischen der Raumfahrt und der Landwirtschaft. Ziel ist es, eine branchenübergreifende Vernetzung aufzubauen und zu festigen, neue Kommerzialisierungspotenziale zu identifizieren, Technologiekooperationen anzubahnen und gemeinsame Fördervorhaben zu initiieren.

Dabei beschäftigt sich das Netzwerk aktuell mit den Themenbereichen:
- Raumfahrtinfrastrukturen für die Digitalisierung der Landwirtschaft
- Erdbeobachtung
- Klassischer Technologietransfer zwischen Raumfahrt und Landwirtschaft (Spin-offs und Spin-ins)
- Raumfahrtdienstleistungen und -technologien für die Landwirtschaft im Kontext des Klimawandels, der Ernährungssicherheit und der Klimaschutzpolitik
- Raumfahrtdienstleistungen und -technologien für den Biodiversitätsschutz und eine nachhaltige Landwirtschaft

Zudem haben wir als Netzwerkpartner die Möglichkeit, weitere Arbeitsgruppen aufzubauen, konkrete Entwicklungsvorhaben zu starten und neue Anwendungen und Märkte zu erschließen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit im Netzwerk!

 
 

Science Week Podcast mit Stephan Becker-Sonnenschein ist online

Highlights unser SponsorenBild: Berlin Science Week

Es ist soweit: Der erste #allweknow Expert Talk-Podcast der Berlin Science Week mit Stephan Becker-Sonnenschein ist online.

Wie werden die Lebensmittel der Zukunft aussehen? Welche Rolle spielen die Megastädte? Und wie können wir eine Zukunft schaffen, in der alle Menschen genug zu essen haben?

Sehen Sie den Podcast auf Youtube an.

Die Farm to Fork-Strategie der Europäischen Union – Die Kritik hält an

Innovationen NewsBild: Europäische Kommission

In unserem letzten Newsletter berichteten wir von der Kritik unseres Kurators Professor Justus Wesseler von der Universität Wageningen und seinem Kollegen Professor Kai P. Purnhagen von der Universität Bayreuth am SAMs-Bericht "Towards a Sustainable Food System“. Dieser Bericht spielt eine wichtige Rolle für die „Farm to Fork-Strategie“ der Europäischen Union. Die Strategie wird heftig kritisiert und wir möchten Ihnen in dieser Ausgabe eine weitere Stimme vorstellen: Die des Gründers und geschäftsführenden Direktors des Genetic Literacy Project, Jon Entine.

Das Genetic Literacy Project hat es sich unter anderem unter dem Motto „Wissenschaft statt Ideologie“ zur Aufgabe gemacht, der Öffentlichkeit, den Medien und politischen Entscheidungsträgern dabei zu helfen, die gesellschaftlichen Auswirkungen der Biotechnologie in der Landwirtschaft, der Ernährung und der Medizin zu verstehen.

Jon Entine kritisiert vor allem, das die Farm to Fork-Strategie fast ausschließlich auf biologischen Anbau fixiert ist und traditionelle Landwirtschaft sowie Innovationen in diesem Bereich verteufelt. Er beleuchtet, wie wichtig ein weiterer Blick auf biotechnologische Errungenschaften ist und erklärt, warum wir ohne diese Errungenschaften und weitere Forschungen nicht in der Lage sein werden, nachhaltig Lebensmittel zu produzieren und langfristig die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren.

Lesen Sie hier seinen Kommentar.

See-Fische ohne Meer – Aquaponics

 
 
Innovationen NewsBild: Superior Fresh

Braucht man das Meer oder den Ozean, um Fische zu züchten? Dank Aquaponics ist dies nicht mehr so. Diese Technologie verbindet konventionelle Aquakultur mit Hydrokultur und ermöglicht so, praktisch überall Fisch und Blattgemüse zu produzieren. Die weltweit größte Anlage dieser Art steht in der Region Coulee, genauer in Hixton, Wisconsin, USA.

Lesen Sie hier den Artikel.
 
 

Vertical Farming neu gedacht: Das Start-up Unfold konzentriert sich auf die Entwicklung neuer Saatgutsorten

Highlights unser Sponsoren

Das neue Start-up Unfold von Leaps by Bayer, der Impact-Investment-Einheit der Bayer AG und Temasek, einer weltweit operierenden Investment-Firma aus Singapur, konzentriert sich auf Vertical Farming. Jedoch nicht auf die Entwicklung von Infrastrukturen, sondern auf das genetische Potenzial der Vertikalen Farmen. Das Start-up ist das einzige Unternehmen dieser Art und entwickelt neue Saatgutsorten aus den Genen von Gemüsepflanzen. Diese werden dann mit Anbauempfehlungen für die speziellen Bedingungen in mehrstöckigen Gewächshäusern kombiniert. Ziel ist es, im Vertical Farming neue Maßstäbe bei Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit zu setzen.

 
 
 
 
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Global Food Summit
Werneckstraße 23a
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