Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
mfm newsletter header
Follow us on twitter twitter logo
isabella pfaff Liebe Leserinnen und Leser,  

Neustart #Incoming

Egal wem man zuhört - die Signale aus dem deutschen Mittelstand sind überdeutlich. „Einen zweiten Lockdown würde der Mittelstand nicht überleben“, sagt Anna Maria Braun, seit letztem Jahr Vorstandsvorsitzende der Braun Melsungen AG im Handelsblatt. Vor allem die Nachfrage lässt auf sich warten. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln 
(iw-Köln) sind die Auftragseingänge der mittelständischen Unternehmen im April 2020 um rund 25 Prozent gesunken. Zwar geht es ganz langsam wieder aufwärts, aber das Vorkrisenniveau wird laut iw-Köln erst in der zweiten Hälfte 2021 wieder erreicht werden. Schlimmer noch geht es den Kleinunternehmen, die ihr Eigenkapital bereits aufgebraucht haben. 


Käme eine zweite Infektionswelle, wäre das für die ganzen Klein- und Mittelständler (KMU) "verheerend“, so das iw-Köln weiter.

Soweit die schlechten Nachrichten. Was also kann man als KMU tun?
Naheliegende Antwort: erst einmal überleben.

Wir sind der Meinung: Das ist zwar schwer genug. Aber das reicht nicht aus!

Die globale Wirtschaft wird nach der Krise nicht mehr dieselbe sein wie zuvor. Wer als Unternehmen stehen bleibt und abwartet, dass die alten Strukturen und alten Muster wieder greifen, wird es schwer haben.

Jetzt ist die Zeit die alten Strukturen und Gewissheiten auf den Prüfstand zu stellen und mögliche neue Märkte in den Blick zu nehmen, sich neu aufzustellen, um dann mit neuem Schwung aus der Krise zu kommen.

Genau das machen wir bei mfm. Wir schärfen unser Profil, stellen uns neu auf, haben neue Ideen umgesetzt, schärfen unsere Methodik und unsere Darstellung.

Wir haben alles auf den Prüfstand gestellt und nutzen die Zeit zur Analyse und Bewertung unserer eigenen Arbeit. Wir haben Inventur gemacht. Dabei behalten wir das, was gut ist und machen es besser. Und wir haben uns Neues erarbeitet und wollen Ende September alles umgesetzt haben.

Soviel vorab:

mfm bleibt. Aber aus mfm-menschen für medien wird mfm-future at work.

Wir tragen damit auch unserer seit Jahren deutlichen, internationalen Ausrichtung Rechnung, und es bringt unser Profil zukünftig besser auf den Punkt.


Ihr mfm Team und Isabella Pfaff

  Inhalt  
  Drei Fragen an  
Hartfrid Wolff

interviewpartner
Arbeitet bei:
KPMG, Bereich Öffentlicher Sektor, Stuttgart 

Ist: Gründer des Zukunftsforum Öffentliche Sicherheit und Forschungsforum Öffentliche Sicherheit, Mitherausgeber des „Günbuch“ öffentliche Sicherheit, ehem. MdB, Leiter „Sicherheit“ bei KPMG

1. Herr Wolff, von Ihnen ist aktuell ein Artikel in "Capital" erschienen zum Thema "Was der Staat aus der Corona-Krise lernen muss“. Was hat Sie dazu bewegt?

Es ist jetzt die Zeit sich Gedanken darüber zu machen, was gut und was schlecht lief und was man aus den Corona-Maßnahmen für die Zukunft lernen kann. Hier sollte der Artikel einen ersten Anstoß geben. Die Einschnitte für die Menschen, für die Unternehmen und die Gesellschaft waren so immens, dass wir es uns nicht erlauben können, hier einfach zur Tagesordnung zurück zu kehren. Und vieles von dem, womit wir jetzt konfrontiert wurden, wurde schon wesentlich früher angedacht – und dann doch nicht berücksichtigt. Dementsprechend sollte es jetzt schnell eine Analyse der Maßnahmen sowie einen Staatsvertrag zwischen Bund und Ländern über eine Aufarbeitung und dann auch über eine, im Wiederholungsfall routinierte Abstimmung, zwischen den Ebenen geben.


  Exkursion: Studierende der HAW bei mfm  
border top
 

Links: Andreas Backhoff (li.), Isabella Pfaff, Marcel Kuhnke (re.) 
Rechts: Isabella Pfaff, Daniel Abbou (re.)


Studieren kann so schön sein. Momentan ist es das aber eher nicht. Wer jetzt studiert, kann seine Kommilitonen kaum persönlich sehen. Die meisten Kurse finden nur online statt oder im Selbststudium. Viel Kurse fallen gleich ganz aus.
Dem wollten wir entgegen wirken: Isabella Pfaff hat „ihre“ Studierende des Fachbereichs Medien und Öffentlichkeitsarbeit des Studiengangs Rettungsingenieurwesen an der HAW Hamburg im Juli wieder zur Exkursion nach Berlin eingeladen. Aufgabe: Interessante Vortragende für die Krisenkommunikation finden. Was sonst in Berlin einfach ist, war dieses Mal eine Herausforderung. Coronabedingt erfolgte Absage auf Absage.

Doch es gelang uns tatsächlich zwei absolut hochkarätige Referenten zu gewinnen: Zum einen, den Leiter des Cornona-Krisenstabes der Bundesregierung, Andreas Backhoff, Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder, sowie Daniel Abbou, Geschäftsführer des KI Bundesverband e.V. Hier gehr unser Dank noch einmal an beide Referenten. Für die Vorträge der beiden wurde „Unter Drei“ vereinbart.

Andreas Backhoff hat als Leiter des Corona-Krisenstab der Bundesregierung diesen in seiner jetzigen Ausprägung auch organisatorisch aufgebaut. In der Hochzeit der Corona-Krise umfasste der Krisenstab rund 200 Mitarbeiter aus allen Ministerien und Ämtern. Der Krisenstab arbeitet immer noch täglich, aber mit reduzierter Mitarbeiterzahl.

Daniel Abbou referierte zum Thema Krisenkommunikation. Beim KI Bundesverband verantwortet er die politische Kommunikation und Pressekommunikation sowie die Begleitung der Förderprojekte. Daniel Abbou gründete zuvor den AI-Hub Europe und beriet Politik und Unternehmen. Er war Pressesprecher des BER sowie in verschiedenen Finanz- und Wirtschaftsministerien, u.a. als Sprecher des ehemaligen Finanzsenators und jetzigen Staatssekretärs im Bundeswirtschaftsministerium Ulrich Nußbaum. Im ersten baden-württembergischen Kabinett Kretschmann bekleidete er die Funktion des stellvertretenden Regierungssprechers.
 
border bottom
  Was uns bewegt hat  
border top
 
Polen überlegt, aus der Istanbul-Konvention zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen auszutreten

Um mal eines vorweg klar zu stellen: Gewalt in einer Beziehnung ist abscheulich, egal wer wen schlägt und egal welches Geschlecht das Opfer ist. Leider ist es nun aber Fakt, dass Gewalt in einer Beziehung zu über 80 Prozent Frauen trifft. Auch der Corona-Lockdown zeigte dies wieder. Die TU München und das RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung veröffentlichten im Juni dieses Jahres eine representative Umfrage, die aufgezeigt hat, dass die häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder während des Corona-Lockdowns zunahm. Diese Tendenz gibt es nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa.

Bereits 2011 stärkte der Europarat die Rechte der Frauen mit der Istanbul-Konvention zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. „Die Konvention verfolgt unter anderem die Ziele, Betroffene vor Gewalt zu schützen, einen Beitrag zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau zu leisten und mit umfassenden politischen und sonstigen Maßnahmen den Rahmen für die Gewährleistung von Schutz und Unterstützung der Betroffenen sowie der Strafverfolgung der Täter und Täterinnen zu schaffen“, lautet es in Artikel 1 der Konvention. Sie trat am 1. August 2014 in Kraft und wurde von insgesamt 46 Statten unterzeichnet, 34 davon haben sie bereits ratifiziert.

Nun überlegt Polen aus der Istanbul-Konvention auszutreten. Das Land hat sie 2012 unterzeichnet und 2015 ratifiziert. Die aktuelle Regierung steht jedoch nicht mehr hinter dem Abkommen. "Es enthält Elemente ideologischer Natur, die wir für schädlich halten“, sagte der polnische Justizminister Zbigniew Ziobro bei einer Pressekonferenz. Die Regierungspartei PiS ist der Ansicht, Polen habe eigene Gesetze, die Frauen effektiver schützten. Die Proteste der polnischen Frauen folgten umgehend. Viele demonstrierten auf der Straße für den Verbleib in der Istanbul-Konvention.

Welche Signalwirkung hätte der Austritt des Landes, gerade in Anbetracht der Tatsache, dass die Gewalt gegen Frauen während des Corona-Lockdowns noch einmal stieg? Macht es diese Gewalttaten weniger schlimm, weniger veruteilenswert? Schwächt es die Position von Frauen? Hoffen wir, dass die Überlegungen nicht umgesetzt werden. Denn Gewalt sagt in erster Linie sehr viel aus über die Person, die diese zufügt. Der Austritt würde auch sehr viel mehr über das Land Polen aussagen, als über Frauen. Die Frage ist, ob Polen diese indirekte Aussage machen möchte.

Autorin: Jasmin Matzenbach
 
border bottom
  Kommunikationstrend August  
border top
 
Was der Staat aus der Corona-Krise lernen muss

Deutschland hat die Pandemie besser im Griff als andere Länder. Doch die Krise hat auch Probleme in der Verwaltung und im Zusammenspiel von Bund und Ländern offen gelegt. Um für künftige Notfälle gerüstet zu sein, benötigt der Staat ein Update. Isabella Pfaff und Hartfrid Wolff haben dazu einen Artikel im „Captial“ geschrieben und fordern einen Staatsvertrag zwischen Bund und Ländern.




 
border bottom
  Ihre Meinung  
positive bewertung   negative bewertung
  Empfehlen Sie uns weiter  
  facebook icon twitter icon linkedin icon mail icon  




Wenn Sie diese E-Mail (an: unknown@noemail.com) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.
 
mfm - future at work
Reinhardtstraße 47
10117 Berlin
Deutschland

030 21 96 05 20
info@menschen-fuer-medien.de