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isabella pfaff Liebe Leserinnen und Leser,  

seit Mitte März befinden wir uns alle mehr oder weniger im Krisenmodus. In vielen Bereichen hat Corona unser Leben verändert. Wir tragen Masken (außer auf Mallorca), gehen weniger in Restaurants und bleiben mehr zu Hause. Manchmal freiwillig, manche aber auch zwangsweise, wie Schüler und Kita-Kinder. Aber hat Corona auch unser Medienverhalten verändert, vielleicht sogar unser Kommunikationsverhalten oder die Sprache? Neue oder bislang wenig genutzte Begriffe haben sich seit März in unsere Sprache geschlichen, wie: „Social Distancing“, „Corona-Partys“, „Triage“ oder „Home Office“.

Wobei „Home Office“ ein besonderer sprachlicher Leckerbissen ist, denn im Englischen heißt „Home Office“ ja Innenministerium und bezeichnet eben nicht das “Büro zu Hause“. Eine wirkliche denglische Neuschöpfung also.

In der Krise suchen Menschen Sicherheit. In der Politik, aber auch im Medienkonsum. Der gute alte Fernseher hatte in der Hochzeit der Coronakrise Hochkonjunktur. Und da vor allem die Nachrichten. Schlechte Nachrichten für Zeitungen. Ihre Auflagen sind noch einmal gefallen. Wie die Krise unser Medienverhalten beeinflußt hat, lesen Sie im Kommunikationstrend Juli von Jasmin Matzenbach.

Wie sich die Kommunikation - nicht nur in der Coronakrise - bei Journalisten verändert hat, lesen Sie in unserem Kurzbeitrag „Was uns bewegt hat.“ Im Mittelpunkt der Betrachtung steht der Diskurs um den sogenanten „Haltungsjournalismus“, wie er kontrovers von Spiegelredakteuren diskutiert wurde.

Und das darf natürlich auch nicht untergehen: Wir sind eingeladen worden, uns beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis zu beteiligen und eine Team-Arbeit einzureichen zum Thema Bioökonomie. Gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich und dem Global Food Summit war mfm - future at work im Team „Algen“. Wir haben uns mit neuen Methoden zur Gelb- und Grauwasserverwendung beschäftigt. Unser Beitrag ist abgegeben. Jetzt müssen wir bis September zittern, ob wir bei den drei Wettbewerbsfinalisten sind.


Ihr mfm Team und Isabella Pfaff

  Inhalt  
  Drei Fragen an  
Polizeidirektor Mirko Göhler

interviewpartner
Arbeitet beim:
Sächsischen Staatsministerium des Innern

Position: Referent im Referat Organisation, Planung, Controlling und Strategie der Polizei,
Mitglied des Arbeitskrisenstabes Corona in Sachsen

1. Herr Göhler, der Freistaat Sachsen hat während der Corona-Krise nicht den Katastrophen- oder Krisenfall ausgerufen, warum?

Das Ausrufen eines Katastrophenfalls zieht eine Vielzahl von klar definierten Maßnahmen nach sich. So auch das Aufrufen von Stabsstrukturen auf unterschiedlichen Verwaltungsebenen. Eine Krise stellt die Coronapandemie trotzdem dar. Nicht jede dieser Strukturen für den Katastrophenfall waren und sind für die aktuelle Lagebewältigung geeignet und erforderlich. Daher entschloss sich der Freistaat Sachsen für eine ähnliche, aber deutlich passgenauer auf die Pandemielage zugeschnittene Krisenstabsarbeit, die vor allem den Landkreisen und kreisfreien Städten eine deutlich höhere Flexibilität bei der Bewältigung der Infektionsausbreitung ermöglichte.


  mfm unterwegs  

Der Deutscher Nachhaltigkeitspreis geht an...

Wir wurden eingeladen, uns beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis zu beteiligen und eine Team-Arbeit einzureichen zum Thema Bioökonomie. Gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich und dem Global Food Summit war mfm - future at work im Team „Algen“. Wir haben uns mit neuen Methoden zur Gelb- und Grauwasserverwendung beschäftigt. Unser Beitrag ist abgegeben. Jetzt müssen wir bis September zittern, ob wir bei den drei Finalisten sind. 

 

     
interviewpartner
Das Berlin Science Week Network Meeting...mit Lama

„CHECK IN & MIND OPENER, Enter our Zoom Lounge, see if everything works & get inspired“. Der erste Punkt auf der Agenda hielt, was er versprach: Das Netzwerktreffen der Berlin Science Week am 17. Juni 2020 fand digital statt und verband damit Menschen aus der ganzen Welt, die auch in diesem Jahr Teil der Science Week sein möchten. Wir wurden inspiriert, bekamen wichtige Infos für unsere weitere Planung und sahen ein echtes Lama aus einem Tierpark in den USA. Manchmal eröffnet ein digitales Treffen ungeahnte Möglichkeiten.

     
Smart Cities für ein Smartes Ländle

Digitalisierung ist ein Standortfaktor, Smart City das neue Modewort in der Kommunalpolitik. Doch wie können die Kommunen ihre Smart City sinnvoll gestalten? Worauf müssen sie dabei achten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich eine Online-Veranstaltung der FDP-Landtagsfraktion Baden-Württemberg am 19. Juni 2020 und lud dazu Experten und Praktiker ein, um über ihre Erfahrungen zu sprechen. Mit dabei waren Vertreter des Fraunhofer Instituts, von KPMG und von Städten. Und schlussendlich waren sich alle einig: Digitalisierung und Smart Cities müssen vor allem die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger erhöhen.
interviewpartner
     
interviewpartner
Der Berlin Science Week Expert Talk

Die Berlin Science Week setzt einen eigenen Podcast auf – und wir sind dabei. mfm - future at work organisiert für die Science Week Gesprächspartner. Den Auftakt macht Stephan Becker-Sonnenschein, Head and Founder des Global Food Summits. Wir halten Sie auf dem Laufenden, wann die Folge erscheint.
  Was uns bewegt hat  
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Journalismus sollte „sagen, was ist“

In der New York Times musste ein langjähriger Redakteur gehen, der einen (sehr) kontroversen Kommentar eines US-Senators und Trump-Anhängers auf der Meinungsseite der Zeitung veröffentlicht hatte. Darauf entspann sich eine öffentliche Diskussion in den USA, aber auch in Deutschland, die sich dann in einem Spiegel-Artikel von Philipp Oehmke manifestierte. Der Spiegel-Redakteur schrieb, dass die Zeit der Neutralität im Journalismus vorbei sei und Journalismus moralisch nicht mehr indifferent sein dürfe, sondern Stellung zu beziehen habe.
„Haltungsjournalismus“ sei gefragt. Man solle über „das Richtige“ positiv berichten. Das hat uns wirklich bewegt, denn wir halten es für falsch - Journalismus soll unserer Ansicht nach, „sagen, was ist“. So steht es auch im Eingang der Spiegel-Redaktion in Hamburg. Reporter sollen politisch Aktive beobachten aber keine politischen Aktivisten sein. Nur dann können sie politisch Handelnde kritisch begleiten und kontrollieren. Nur dann sind sie die vierte Macht im Staat. Sind sie selbst Partei, verlieren sie ihre Glaubwürdigkeit und Kontrollfunktion und müssten damit folgerichtig auch ihre rechtliche Sonderstellung verlieren. Neutralität bedeutet eben nicht, dass Journalisten keine Meinung oder Haltung haben. Es bedeutet ganz einfach, dass Journalisten vorurteilsfrei recherchieren, alle Fakten kritisch hinterfragen und prüfen, egal von welcher Seite, und auf der Suche nach Wahrheit die Fakten neu ordnen und bewerten. Wer aber bereits mit einer vorgefassten Meinung, mit einer Bias, an ein Thema herangeht, wer bereits vorher weiß, was richtig und gut ist, der recherchiert nicht mehr, sondern trägt Meinungen zusammen, die seine eigene vorgefasste Meinung stützen.

Was Philipp Oehmke also will, aber auch ein Georg Restle (WDR) der sich für einen „werteorientierten Journalismus“ aussprach, ist kein „Haltungsjournalismus“, sondern „Gesinnungsjournalismus“. Soviel Klarheit muss sein. Haltung manifestiert sich durch sorgfältiges Abwägen aller Argumente, durch Prüfen und Zuhören, durch Nachdenken. Eine vorgefasste Meinung, begrenzt durch Werte, ist Gesinnung.

Oehmke: www.spiegel.de/kultur/new-york-times-die-zeit-der-neutralitaet-ist-vorbei-a-5ccaa4e4-eca2-4a2e-b2d7-22e6a484f8ce

Restle: print.wdr.de/2018-07_08/44-45/#zoom=z

Autorin: Isabella Pfaff
 
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  Kommunikationstrend Juli  
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Mediennutzung während der Corona-Pandemie – Die Ergebnisse des Reuters Institute Digital News Reports 2020

Seit 2012 gibt der Digital News Report des Reuters Institute for the Study of Journalism an der Universität Oxford jährlich nützliche und aktuelle Daten. Untersucht werden der Übergang zur Digitaltechnik in der Medienlandschaft und die Mediennutzung der Bevölkerung in inzwischen 40 Länder auf sechs Kontinenten.

In diesem Jahr erschien der Bericht inmitten einer globalen Gesundheitspandemie. Die Daten werden jedes Jahr Ende Januar/Anfang Februar erhoben. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Pandemie viele Länder, die in diesem Report untersucht werden, noch nicht erfasst. Aus diesem Grund hat sich das Team beim Reuters Institute dazu entschieden, in sechs Ländern im April 2020 eine zweite Befragung durchzuführen um herauszufinden, welche Auswirkung die Pandemie auf die Mediennutzung der Menschen hat. Diese Länder, das Vereinigte Königreich, die USA, Deutschland, Spanien, Südkorea und Argentinien, zeigten dabei interessante, gemeinsame Tendenzen auf, die wir für Sie hier zusammenfassen.




 
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