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isabella pfaff Liebe Leserinnen und Leser,  

„Ich bin zwischen die Zeiten gefallen“, das sagte der schwäbische Vormärz-Schriftsteller und Dichter Hermann Kurz aus Tübingen um 1870. Und in so einer Zwischenzeit leben wir ja auch jetzt. Einerseits sind die ganz strengen Corona-Maßnahmen vorbei, völlig aufgehoben sind sie aber auch noch nicht. Begrüßt man sich also immer noch nicht, oder doch schon wieder, mit Handschlag? Man weiß es nicht genau. Eigentlich gilt die Maskenpflicht beim Einkaufen - aber acht von zehn Personen haben - gefühlt - keine übergezogen. Liegt jetzt der Maskenträger falsch oder die, die keine Maske tragen? Und wenn zehntausende auf Demonstrationen gehen, warum haben dann Schulen und Kitas noch nicht flächendeckend wieder geöffnet? Ist die Krise jetzt vorbei, oder kommt sie erst noch mit der zweiten Welle und den wirtschaftlichen Auswirkungen? Fragen über Fragen. Auf alle Fälle ist es aber eine „Lifetime Experience“, wie der Amerikaner so schön sagt. Das gilt nicht nur fürs Privatleben, sondern auch für ganz viele Berufsgruppen. Dazu haben wir einen gefragt, der auch sonst in der ersten Reihe steht und hilft, wenn es um Leben und Tod geht. Hier geht’s zu unserem Interview mit Prof. Stefan Oppermann, derzeit im Corona-Einsatz als Leiter des Rettungsdienstes in Rostock.

Bewegt hat uns in diesem Monat das "Lincoln-Projekt", eine Initiative von Mitgliedern der Republikanischen Partei in den USA, die sich gegen Trump stellt, mit den Worten "Trump or America". Die Video-Botschaften gehören zu den besten politischen Kampagnen der letzten Zeit. Es lohnt sich, das Projekt näher anzuschauen.

Blieben Sie gesund. 

Ihr mfm Team und Isabella Pfaff

  Inhalt  
  Drei Fragen an  
Prof. Stefan Oppermann

interviewpartner
Arbeitet bei:
Rettungsdienst Hansestadt Rostock und Ärztlicher Leiter Notarztstandort 3 

Position: stellvertretender Ärztlicher Leiter

1. Herr Prof. Oppermann, Sie sind stellvertretender Ärztlicher Leiter Rettungsdienst der Hansestadt Rostock und Ärztlicher Leiter Notarztstandort 3 und waren während der Hochphase der Coronakrise in Rostock im Einsatz - und sind es immer noch. Was war in dieser Krisenzeit bisher Ihr eindrücklichstes Erlebnis?

Das eindrücklichste Erlebnis war für mich, wie das System der Gefahrenabwehr mit den daran beteiligten Organisationen in der akuten Lage unter Last kam, auf allen Ebenen zusammengearbeitet und letztendlich geplante Maßnahmen umgesetzt wurden. Andererseits konnten auch Ängste und Fragen der Bevölkerung sehr intensiv wahrgenommen werden, auf die nicht immer sofort reagiert werden konnte.


  mfm unterwegs  

Digital ist auch dabei - Financial Times Global Boardroom

Die Financial Times hat mit ihrer digitalen Boardroom-Konferenz im Mai Maßstäbe gesetzt. Über drei Tage ging die Online-Konferenz mit Gesprächspartnern wie dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron oder Bill Gates, Al Gore und Tony Blair sowie einer Reihe von weltweit anerkannten Politik- und Wirtschaftsexperten und Entscheidern. Rund 50.000 Menschen weltweit haben sich aus 150 Ländern dazu geschaltet. Thema natürlich: Corona in all seinen Auswirkungen. Wir haben reingeschaut - und waren beeindruckt. Es war die erste digitale Konferenz - soweit wir das überblicken konnten - die vollkommen ohne technische Schwierigkeiten ablief, professionelle Moderatoren und Gäste hatte, eine gute Mischung aus aufgezeichneten Streaming-Content und live-Gesprächen anbot. Inklusive - und das war wirklich neu - einer digitalen Goodie-Bag. Hut ab FT! 

 

 
 
interviewpartner
Frische Ideen für die Lutherstadt Wittenberg

Mit dem ICE sind es vom Berliner Hauptbahnhof aus gerade mal 38 Minuten bis nach Wittenberg. Die malerische Stadt an der Elbe wird vor allem geprägt durch ihren bekanntesten Bewohner: Martin Luther lebte, lehrte und reformierte die Kirche hier im 16. Jahrhundert.
 Nun sucht die geschichtsträchtige Stadt neue Ideen und Konzepte für ihre Altstadt. Challenge accepted. Unsere Ideen durften wir am 9. Juni 2020 vor Ort vorstellen. Jetzt heißt es: Daumen drücken.

  Was uns bewegt hat  
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Das republikanische Lincoln-Project kämpft gegen Donald Trump

„Beide Parteien missbilligten den Krieg. Eine von ihnen war aber eher bereit, einen Krieg zu führen, als die Nation überleben zu lassen. Die andere war eher bereit, den Krieg zu akzeptieren, als die Nation untergehen zu lassen.“ Das sind die Worte von Abraham Lincoln zur Dynamik des Entstehens des Amerikanischen Bürgerkrieges 1861. Abraham Lincoln war der 16. Präsident der Vereinigten Staaten und der erste Republikaner in diesem Amt. Liest man sich diese Sätze durch, ist die Aktualität angesichts der momentanen Lage in den USA verblüffend. Und unwillkürlich stellt sich die Frage: Ist Donald Trump eventuell der, der lieber Öl ins Feuer gießt, als die amerikanische Nation mit ihren klassischen Werten am Leben zu halten? Und sind die Demonstranten diejenigen, die zwar ebenfalls das Feuer schüren, aber aus der Motivation heraus, die Nation, wie sie sie kennen, nicht untergehen zu lassen? Eine endgültige Antwort darauf steht noch aus. Es hat aber den Anschein, dass es genau diese Sätze waren, die einige Republikaner (ja, Republikaner!) bewogen haben, das „Lincoln-Project“ zu gründen und sich damit öffentlichkeitswirksam gegen Trump zu stellen. Darunter finden sich so illustre Namen wie George Conway oder Steve Schmidt, der für George Bush und John McCain gearbeitet hatte, oder Rick Wilson, ein Bestselling-Autor der New York Times. Das Lincoln-Project macht sich stark für eine andere Republikanische Partei, für eine Partei der Werte und des Rechtsstaates. Sie stellen die ganz direkte Frage in der Traditionslinie von Lincoln: „America or Trump?“ Vor allem ihre Videos bringen Donald Trump regelmäßig auf die Palme. Sie werden millionenfach geteilt und geliked. Besonders dieses hier.

Man muss der republikanischen Partei nicht nahe stehen, um dennoch froh darüber zu sein, dass sich endlich, endlich nach so langer Zeit Widerstand gegen Trump aus der eigenen Partei regt. Das zeigt, dass die Partei noch lebt. Das hat uns diesen Monat bewegt.

Autorin: Isabella Pfaff
 
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  Kommunikationstrend Juni  
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Was ist PR?
Ein Kommentar von Stephan Becker-Sonnenschein

Der Deutsche Rat für Public Relations (DRPR) sprach Anfang Juni eine Rüge gegen die PR-Agentur Storymachine aus, wegen Rufschädigung des Berufsstands durch unprofessionelles Verhalten. Grund hierfür war die Rolle der Agentur bei der medialen Begleitung der Corona-Studie des Virologen Hendrik Streeck in Gangelt, der sogenannten Heinsberg-Studie. Die PR-Agentur soll sich in Anbetracht eines sensiblen öffentlichen Themas nicht neutral genug verhalten haben. Das aber wäre nach Ansicht des DRPR ihre kommunikative Aufgabe gewesen. Hierzu kommentiert Stephan Becker-Sonnenschein, ehemaliger Präsident der Deutschen Public Relations Gesellschaft.




 
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