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Stephan Becker-Sonnenschein

Liebe Freunde des Global Food Summit,

ich danke Ihnen allen für Ihren Zuspruch nach der Absage des Global Food Summit Anfang März – allen Referenten, Gästen, Kollegen und Sponsoren! Auch wenn die Veranstaltungsabsage ein tiefer Einschnitt mit vielen neuen Erfahrungen war, haben wir weiter gearbeitet. Wir schauen nach vorne und befinden uns bereits in den Vorbereitungen für den Global Food Summit 2021 sowie für die Teilnahme an der Berliner Science Week im November 2020.

Diese Krise ist auch eine große Herausforderung für die Ernährungssicherheit in einem globalen Versorgungssystem. Die Pandemie und ihre Folgen für die internationalen Arbeits- und Lieferketten addieren ein weiteres Problem zu den Punkten Klimawandel, Urbanisierung und zunehmende Meinungsveränderung beim Thema Tierwohl.

Es stellt sich die Frage, wie ein „Neustart“ im Bereich der Lebensmittelwirtschaft für Herstellung, Produktion und Handel gleichermaßen jetzt aussehen soll. Fraglich ist, ob die Krise zugleich die Chance für ein gemeinsames Vorgehen eröffnet? So wie ein Zusammenhalt Europas in der Krise eingefordert wird, so könnte man auch von den Akteuren der Lebensmittelbranchen ein abgestimmtes Vorgehen erwarten. Das sind Fragen, die letztendlich auch die Politik mit gestalten muss.

Die Herausforderungen sind für alle Mitspieler die gleichen:
Soll man für die Ernährung der Städte weltweite Versorgungssysteme aufbauen, die grenzüberschreitende Lieferketten brauchen und höchste Industriestandards erfordern? Oder fokussiert man sich auf regionale Konzepte, in denen man mittels neuer Technologien die Grundversorgung z.B. mit alternativen Proteinen dezentral aus Laboren zulässt?

Welche zeitgemäßen Rahmenbedingungen schaffen wir für innovative Produkte, damit sowohl der wirtschaftliche Erfolg der Herstellung Deutschland zugeschrieben werden kann und zugleich die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln im Krisenfall gesichert ist?

Wo werden Vertikale Farmen oder Aquaponic-Anlagen in Deutschland im großen Stil branchenübergreifend von Herstellern und Industrie gemeinsam getestet, damit wir in der von Klimaveränderungen betroffenen Welt eine „umweltkontrollierte Landwirtschaft“ ermöglichen können?

Und nicht zuletzt die große Frage, wie können wir gerade im Lebensmittelbereich einen geschlossenen Kreislauf herstellen? Urbanisierung und Sicherheitsvorgaben haben einen großen Einfluss auf diesen Kreislauf genommen. Lebensmittel- und Verpackungsabfälle sind im globalen Norden zu einem Problem geworden, an dem auch der globale Süden zunehmend leidet.

Wie heißt es im Fußball? Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Auch wenn der Global food Summit wegen höherer Gewalt ausgefallen ist, wir freuen uns auf die neue Saison. Denn die Fragen zum Thema „Eine Welt ohne Hunger“ sind aktueller denn je.

Ihr Unterschrift Stephan Becker-Sonnenschein Stephan Becker-Sonnenschein

 
 

Interview

Interview mit Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland
Essens Icon Handel Mikroskop Icon Folgen von Covid-19

Die Reaktionen auf die Covid-19 Epidemie haben unser Wirtschaftsleben stark unter Druck gesetzt und Stärken und Schwächen deutlich gemacht. Besonders der Handel ist stark betroffen. Wir haben Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, nach der aktuellen Lage und seinen Einschätzungen für die Zukunft gefragt.

Wie wirken sich die innereuropäischen Grenzschließungen auf den Handel aus, wie sehr leidet der europäische Wirtschaftsraum unter den nationalen Alleingängen?

Der Ausbruch von COVID-19 hat die europäische und die globale Wirtschaft in eine schwere Krise gestürzt. Der Handel mit seinen weitverzweigten internationalen Lieferketten ist davon in besonderem Maße betroffen. Unser höchstes Ziel muss es sein, den Binnenmarkt so schnell wie möglich wieder herzustellen. Die nationalen Alleingänge haben die Krise in Europa noch verschärft.

Welche Rolle wird in Post- Covid-Zeiten die Digitalisierung beim Einzelhandel spielen? Wird mehr digitalisiert werden, wird der Onlinehandel zunehmen, oder erobert sich der stationäre Einzelhandel seine Kunden zurück?

Der Onlinehandel bleibt Wachstumstreiber im Einzelhandel. Dieser Trend ist nicht aufzuhalten und wird sich auch nach der Corona fortsetzen. Die Krise zeigt uns, welche Vorteile die Verknüpfung digitaler und stationärer Angebote bieten. Daraus ergeben sich neue Chancen, die unsere Händler nutzen müssen.  

Viele Gastronomiebetriebe werden vermutlich den Shutdown nicht überleben, sie sind in ihrer Existenz bedroht. Wird dadurch der  Lebensmittel-Handel mit seinen Bistro und „To Go“ -Aktivitäten gestärkt aus der Krise hervorgehen können?

Es wird – wie im Handel - für viele Gastronomiebetriebe existenziell sein, wie schnell staatliche Finanzhilfen bei ihnen ankommen. Die Bundesregierung hat mit ihrem Hilfspaket schnell und entschlossen gehandelt und trotzdem stellt sich die Frage, ob die Mittel am Ende ausreichen werden. Davon hängen weitere Marktentwicklungen ab.

Welchen Lehren ziehen Sie als Handelsverband aus der jetzigen Krise? 

Wir brauchen ein starkes, geeintes Europa mit einem funktionierenden Binnenmarkt als Antwort auf die Herausforderungen der Globalisierung.

 
 
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News des Monats


Bild: Science Week Berlin

Global Food Summit goes Science Week Berlin: Wir haben unseren Raum und die Ausstellungsfläche auf der Science Week gebucht!

Die Planungen schreiten voran: Wir sind auch in diesem Jahr auf der Science Week Berlin im Naturkundemuseum dabei und haben uns das Experimental Field, unseren Veranstaltungsraum vom vorigen Jahr, ganztägig für den 4. November 2020 gesichert. Zudem werden wir zwei Tage lang einen Platz auf der Ausstellungsfläche haben und den Global Food Summit damit gleich im Eingangsbereich des Museums präsentieren können.

Die Konzepte sind vorbereitet: ein Gespräch mit den Verbänden, das Thema alternative Proteine, Bioökonomie, aber auch Stadtplanung stehen auf dem Programm. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

 
 

Upcoming Events


“AgriFood beats Corona” – Unser Partner innovate! hält Onlinekonferenz ab
30.

Morgen, am 30. April 2020 ab 17 Uhr veranstaltet unser Partner innovate! seine erste Online-Konferenz, die innovate!now, unter dem Motto: “AgriFood beats Corona”

Zahlreiche Experten und bekannte Persönlichkeiten präsentieren morgen ihre Lösungen und Ideen. 
Stephan Becker-Sonnenschein, Head and Founder der Global Food Summits, wird den Roundtable "Beyond Corona: Alternative Proteine – Technik und Moral" leiten.

Geschlossene Restaurants, verändertes Konsumverhalten, Probleme in der Lieferkette oder die anstehende Spargelernte - Corona hat alles auf den Kopf gestellt.
Doch die Corona-Krise bietet auch Chancen: Farmroboter für die Ernte, digitale Bestelltools, Lieferservices mit #stayhealty Gemüsekisten aus regionalem Bioanbau.


Melden Sie sich hier an und erfahren Sie mehr über das Programm.

April
2020


17.

Bewerbungen für das Accelerator-Programm der Getränkewirtschaft noch bis Mitte Mai möglich

Mai
2020

Der Drink Innovation Campus (DICA) ist das Accelerator-Programm der Getränkewirtschaft. Das Programm bietet die Möglichkeit, bis zu 3 Monate Unterstützung bei der Entwicklung einer Innovation und von neuen Geschäftsmodelle zu bekommen. Im Förderprogramm stehen den Teilnehmern Innovationspartner aus der Industrie für intensiven Austausch und mögliche Zusammenarbeit zur Seite. Zusätzlich stellt der Campus ein Sachmittelbudget von 2.000€ pro Team zur Verfügung.

Die Bewerbungsfrist für das Programm wurde nun bis zum 17. Mai 2020 verlängert. Besonders spannend sind für die DICA Innovationen und Lösungen mit Anwendungen in der Getränkewirtschaft zum Thema Verpackung, Werkstoffe, Logistik, Digitalisierung & Nachhaltigkeit.

Weitere Informationen zum Programm und der Bewerbungung finden Sie hier.



 
 

Wenn akustische Wellen Lebensmittel einfrieren

Highlights unser SponsorenBild: AEF Deutschland GmbH

Manche Lebensmittel lassen sich wunderbar tiefkühlen - viele Gemüsesorten etwa oder Brötchen aller Art. Andere sind jedoch sehr empfindlich, denn nach dem Auftauen sehen sie nicht mehr so schön aus und schmecken vor allem nicht mehr so gut.

Grund dafür: Durch die niedrigen Temperaturen gefriert die Flüssigkeit in und zwischen den Zellen der Lebensmittel. Je langsamer sie eingefroren werden, desto größere Eiskristalle bilden sich, die die Zellstruktur in Mitleidenschaft ziehen. Je empfindlicher die Lebensmittel, desto mehr wird die Zellstruktur angegriffen. Deswegen sehen beispielsweise Himbeeren nach dem Auftauen nicht mehr sehr schön aus.

Es gibt jedoch eine Methode, die diese Probleme lösen kann: das akustische Einfrieren mit AEF (Acoustic Extra Freezing) - eine Methode, die in Deutschland von der gleichnamigen Firma AEF Deutschland GmbH vertrieben wird. Hierbei werden die Lebensmittel besonders schonend, und bis zu 25 Prozent schneller als in der traditionellen Weise eingefroren. Durch die akustische Resonanz werden die Eiskristalle verkleinert zu Nano-Eiskristallen. Sie sind so klein, dass sie die Zellwände nicht verletzen. Das Ergebnis sind Lebensmittel, die nach dem Auftauen genauso aussehen wie vorher. Und nicht nur das: Dank der AEF-Technologie bleiben die Nährstoffe bis zu 97 Prozent erhalten, die Lebensmittel können länger gelagert werden, und der Geschmack verändert sich nicht. Nach dem Einfrieren mit der AEF-Technologie werden dann die vakuumverpackten Lebensmittel, die auch bereits verarbeitet sein können, ganz normal bei -18 °C gelagert. Die perfekten Voraussetzungen also für gesunde, lange haltbare Lebensmittel, auch im Premiumbereich.

AEF Deutschland ist exklusiver Partner der Acoustic Extra Freezing Group aus Helsinki. Die Finnen sind gerade dabei, mit der Technologie noch einen Schritt weiter zu gehen: Sie arbeiten daran, Blut einzufrieren und so zu konservieren. Dies wäre ein gewaltiger Schritt, denn aktuell ist Blut nur 42 Tage haltbar.

Weitere Informationen zu AEF Deutschland finden Sie hier.

Foodinnovationen werden immer positiver diskutiert



Der Global Food Summit hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lebensmittelinnovationen eine Stimme zu geben. Das heißt für uns auch, die Kommunikation rund um diese Themen im Auge zu behalten und zu analysieren.
Hierbei hilft uns unser Partner Ubermetrics. Er hat bereits 2018 und 2019 drei Monate lang Daten gesammelt für die drei großen Themenblöcke „Ersatzprodukte wie Algen und Insekten“, „Vertical Farming“ und „Clean Meat“. Ubermetrics analysierte in diesem Zusammenhang für uns die deutsch- und englischsprachige Kommunikation von Verbrauchern und von führenden deutschen Lebensmittel- und Agrarverbänden.

Wir haben die Analyse nach unserem Kongress im März 2019 weiterlaufen lassen und wollten nun wissen, wie sich die Kommunikation um diese drei Themenblöcke verändert hat. Dafür griff Ubermetrics auf Daten aus insgesamt fünf Monaten zurück und untersuchte die gleichen Gruppen wie im Jahr davor.

Die aktuellen Daten sagen folgendes aus: Die Zustimmungsrate aller Themenblöcke verbesserte sich um bis zu 4,5 Prozentpunkte. Die stärkste Veränderung gab es jedoch bei Clean Meat: Die Ablehnung dieser Innovation hat sich im Jahresvergleich um mehr als 50 Prozent reduziert, von 23,5 Prozent fiel sie auf nun 10 Prozent. Clean Meat wird also nicht mehr mit starker Ablehnung, sondern weit überwiegend mit positiver und neutraler Haltung diskutiert.

Für uns heißt dies, dass Lebensmittelinnovationen auf eine wohlwollende bis neutrale Verbraucherschaft treffen, die interessiert an diesen Themen ist. Hier ergeben sich für die Hersteller und Vermarkter gute Chancen. Durch die neuartige Produktion können auch die Nachhaltigkeitsziele der UN verbessert und in Zukunft die Lebensmittelversorgung weltweit gewährleistet werden. 

Ausschreibung für Urban Agriculture in Singapur 

Innovationen News

Singapur kurbelt die Lebensmittelproduktion im eigenen Land mit einem Zuschuss von umgerechnet 21 Millionen Dollar an

„30x30 Express“ – Bereits der Name des neuen Förderprogramms der Singapore Food Agency (SFA) lässt wesentliche Rückschlüsse auf seine Funktion zu: Es soll das Ziel, 30 Prozent der in Singapur konsumierten Lebensmittel bis zum Jahr 2030 vor Ort zu produzieren, gezielt unterstützen. Und das möglichst schnell. Hintergrund ist die aktuelle Covid-19-Pandemie, die die Schwächen der Lebensmittelversorgungskette im südostasiatischen Raum aufzeigt.

Nun sucht die SFA seit dem 17. April 2020 Vorschläge von lokal ansässigen Lebensmittelproduzenten, die schnell umsetzbare Konzepte und Innovationen haben, um die Lebensmittelproduktion für Eier, Fisch und Blattgemüse so weit und schnell wie möglich zu erhöhen. Diese in Singapur üblicherweise konsumierten Nahrungsmittel können gut vor Ort produziert werden und kommen somit auch frischer auf den Markt als importierte Ware.

Geförderten Unternehmen werden in den nächsten 6 bis 24 Monaten umgerechnet 21 Millionen Dollar zur Verfügung stehen. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 29. Mai 2020.

Die Vorschläge werden dabei bewertet mit Blick auf
die Sicherheit und Schnelligkeit der Umsetzung,
das Produktionsniveau und die Produktivität,
die Durchführbarkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit des Projekts
die Erfolgsbilanz, Fähigkeit und Kapazität zur Durchführung des Projekts

Außerdem wird die Singapore Food Agency zusammen mit weiteren Regierungsstellen nach alternativen Flächen für die landwirtschaftliche Nutzung suchen, etwa Industriebrachen oder ungenutzte Grundstücke. Zudem wird die SFA auch eine Ausschreibung für Dächer in Parkhäusern veröffentlichen, die vom Housing & Development Board - der öffentlichen Wohnungsbaugesellschaft des Landes - betrieben werden, um städtische Landwirtschaftsflächen auf Dächern einzurichten.

Den Link zur Ausschreibung finden Sie hier. 

 
 
 
 
 
 
 
 
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