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isabella pfaff Liebe Leserinnen und Leser,  

Corona-Lockdown, Woche Drei: Für eine Bilanz jeder Art ist es natürlich noch zu früh - erste Tendenzen aber werden sichtbar: Ja, Deutschland kann digital, zumindest halbwegs. Aber Hand aufs Herz. Wer die digitalen Möglichkeiten nicht nur dazu benutzen muss, die Familie zu kontaktieren, sondern einen Betrieb am Laufen zu halten, stellt auch fest:

Das ist anstrengend.

Ich habe mittlerweile 18 verschiedene Video-Apps installiert - für jeden Kunden ein anderes System. Die User-Freundlichkeit ist allerdings bei allen gleich, nennen wir es freundlich, „ausbaufähig“. Fünf Teilnehmer zusammen zu schalten dauert mindestens jedes Mal 10 bis 15 Minuten. Entweder gehen die Links nicht, oder die Verbindung hält nicht. Dauernd fliegt einer raus oder ist nicht mehr hör- oder sichtbar. Die Meetings dauern im Schnitt dreimal so lange wie üblich. Nach zehn Video-Calls am Tag ist die Konzentration am Ende und oft wenig bewegt. Denn jeder ist auf sich allein gestellt, Sekretariate sind aufgehoben. Arbeit findet nur noch sequenziell statt, nicht mehr gleichzeitig und arbeitsteilig. Und das dauert.

Wenn das die Zukunft der Arbeit sein soll, dann ist sie dringend verbesserungsbedürftig.
Noch hört sie sich besser an, als sie ist.

Doch kommen wir zu den Chancen der Krise. Eine ist, und die wollen wir in unserem Interview vorstellen, eine TV-Langzeitdokumentation über die Corona-Krise zu machen. Wir haben Sebastian Georgi von der Bildmanufaktur in Stuttgart danach gefragt, der gerade an einer solchen arbeitet.

Das bislang positivste an der Corona-Krise (neben dem wunderbaren Wetter) ist, dass sie die Irrelevanz und Hohlphrasigkeit der (rechten) Populisten weltweit aufzeigt. Sie werden nicht gebraucht, die Krise macht sie überflüssig. Sie tragen nicht zur Problemlösung bei. Und dort, wo sie in Verantwortung sind, versagen sie komplett im Krisenmanagement. Dazu unser Kommunikationstrend im April 2020.

Bleiben Sie gesund und vor allem zuversichtlich.

Ihr mfm Team und Isabella Pfaff

  Inhalt  
  Drei Fragen an  
Sebastian Georgi

interviewpartner
Arbeitet bei:
BildManufaktur GmbH

Position: Geschäftsführer und ist als Autor, Regisseur, Kameramann und Illustrator im Bereich Werbung, Reportage und Dokumentarfilm tätig

1. Herr Georgi, Sie möchten eine Dokumentation über Corona drehen. Wie findet man einen neuen, interessanten Ansatz der sich von den vielen Berichten abhebt, die bereits veröffentlicht wurden?

Ich denke, uns allen ist klar, dass momentan etwas passiert, das unser Zusammenleben, ob in wirtschaftlicher Hinsicht oder unsere soziale Ordnung betreffend, verändern wird. Es wird ein „Vorher" und ein „Nachher" geben. Und wir werden uns wohl noch lange darüber gesellschaftlich austauschen und Rückschau halten und werden versuchen zu verstehen, was da eigentlich alles passiert ist. Das ist natürlich eine Zeit, in der jeder Journalist aufmerksam wird. Und wir sind ja auch täglich mit Informationen geradezu überhäuft. Mittlerweile kennt ja jeder alle Zahlen und verfolgt täglich alle Entwicklungen auf verschiedensten Kanälen. Was mich aber mehr interessiert ist, was macht das mit den Menschen? Und wie verändern sich Menschen unter den Ereignissen?



  mfm informiert: Handeln in der Krise  

Interview mit Michael Theurer, MdB, über die aktuelle Lage für Kleinstunternehmer, Soloselbständige, Freiberufler, Künstler und Freelancer

Wir bleiben zu Hause – und das ist gerade auch gut so. Jedoch trifft die aktuelle Situation vor allem Kleinstunternehmer, Soloselbständige, Freiberufler, Künstler und Freelancer. Wir haben Michael Theurer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion und zuständig für Arbeit und Soziales, Gesundheit, Tourismus, Wirtschaft und Energie, nach seiner Einschätzung und den Möglichkeiten befragt, die diese Berufsgruppen aktuell haben.

Lesen Sie hier das Interview

 

interviewpartner
 
 
interviewpartner
Isabella Pfaff im Interview zum Thema Krisenkommunikation

Aktuell ist unsere Expertise zu Krisenkommunikation gefragt. Wir haben mehrere Interviewanfragen bekommen und möchten Ihnen diese natürlich nicht vorenthalten.

Am 1. April 2020 erschien der Alumni-Newsletter der HAW Hamburg mit
knapp 4300 Empfängern mit einem Interview zum Thema Kommunikation in der Krise. Isabella Pfaff gibt dort unter anderem Einblicke in gute Krisenkommunikation und den Aufbau ihrer Vorlesungen, die sie an der HAW zum diesem Thema hält.


  Wir haben       gewonnen  
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Unser Gamification-Ansatz für Lokal-Medien hat die Jury des Media Lab Bayern überzeugten

„Die Corona-Krise trifft lokale Medien besonders hart. Durch den Lock-Down brechen Werbegelder und damit Einnahmen weg, und die Berichterstattung ist erschwert.“ – Das Media Lab Bayern, das die Entwicklung und Gründung von Medien-Start-ups und Projekten fördert, suchte vom 26. März bis zum 1. April 2020 neue pfiffige Ideen, und wir haben eine gehabt: Die Lokalzeitungen veranstalten mit der Gemeinde eine e-Sport-Challenge als einen niedrigschwelligen Bewegungs-Wettbewerb, der viel Spaß vermittelt.

Eine Challenge wird ausgerufen, beispielsweise von der Heimatgemeinde aus zum Südpol zu laufen. Die Teams müssen die erforderlichen Schritte in der eigenen Wohnung zurücklegen, als Wohnzimmer-Jogging. Die Menschen bleiben so in der Quarantäne körperlich, aber auch geistig fit. Das regt und spornt an. Die Medien können darüber eine "e-Sport-Berichterstattung" machen. Die Gewinner erhalten Berichterstattung und einen Preis. Somit wird einerseits über e-Sports berichtet, woran sich die ganze Gemeinde beteiligt, gleichzeitig können auch andere lokale Geschichten und Ereignisse verarbeitet werden. Nun setzen wir unsere Idee in nur einer Woche um, um den lokalen Medien zu helfen.

Wir sind gespannt auf deren Rückmeldungen.
 
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  Was uns bewegt hat  
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Wenn Krisenzeiten erfinderisch machen - Das Projekt „Sicher Test“ gewinnt beim „Wir vs Virus-Hackathon“ der deutschen Bundesregierung

Der Schirmherr, Bundeskanzleramtschef Professor Helge Braun, bedankt sich in einem fast zehnminütigen Video - er hat aber auch allen Grund dazu, denn vom 20. bis zum 22. März 2020 haben 28.361 Menschen am „Wir vs Virus Hackathon“ der Bundesregierung teilgenommen und an mehr als 1.500 Lösungen rund um die aktuelle Herausforderung der Corona-Krise gearbeitet. Damit hat Deutschland den bisher größten Hackathon der Welt auf die Beine gestellt. 

Eines der Gewinnerprojekte stammt von Justus Sperlich, unserem Kollegen vom Global Food Summit. Sein internationales Team hat „Sicher Test“ entwickelt, das die Chance bietet, den Corona-Test per App, per Telefon oder per Web-Browser zu buchen, sowie Ärzten die Möglichkeit eröffnet, die benötigten Formulare bereits vor dem Besuch in der Teststelle auszufüllen. Damit wird die Wartezeit in der Hochrisikoumgebung einer Coronavirus-Teststelle um bis zu 80 Prozent verringert.

Derzeit steht das Team mit der Europäischen Kommission in Kontakt, um einen Testlauf zu starten. Wir sind gespannt, wie es weitergeht, und drücken die Daumen.

Weitere Informationen zu „Sicher Test“ finden Sie hier: www.sichertest.de 

Autorin: Jasmin Matzenbach
 
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  Kommunikationstrend April  
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Populisten übernehmen keine Verantwortung



Populisten haben sich in der Krise selbst entzaubert. Was die Opposition oder die Medien nicht schafften, gelang einem unsichtbaren Virus: Corona. Es hat die Rechtspopulisten bloßgestellt als das, was sie sind: Möchtegern-Kaiser ohne Kleider. 

 
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