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#Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, 

haben Sie auch einen Schrecken bekommen, als die Meldung der ominösen Online-Zeitung "Berliner Express" letzte Woche die Runde machte: "Grüne wollen Kerzenverbot in Innenräumen"? Immerhin bläst so eine Kerze beim Verbrennen rund 120-200 Milligramm Stickoxide in die Luft. Weitaus schmutziger als ein Diesel, denn der darf auf der Straße nur 40 Milligramm ausstoßen. 

Es hätte doch so schön gepasst, zur Adventszeit und zum derzeitigen Trend des Verbietens. Gott sei Dank war es dann doch nur eine "Fake News", denn sonst müssten wir jetzt die Diesel von der Straße in die Wohnung holen. Das wäre dann immer noch sauberer, als eine Kerze anzuzünden. Nach dem Veggie Day käme dann Clean Christmas. Alles für die Sicherheit und Gesundheit der Menschen.

Genug der Ironie. Was diese Meldung so besonders macht? Seriöse Medien haben sie übernommen und weiter verbreitet, und viele haben sie geglaubt. Eben weil sie glaubhaft klang und man es den Grünen durchaus zugetraut hätte. Das ist kein Kompliment für die Grünen – by the way. Man ist es also schon gewohnt, dass sie die sogenannte FUD-Strategie anwenden. FUD steht für "Fear, Uncertainty and Doubt" und ist eine Kommunikationsstrategie, die gerne von NGO verwendet wird um Menschen unsicher zu machen und zum Zweifeln anzuregen. Das Bequeme daran: Man muss keine neuen Fakten in die Diskussion einbringen. Ein Fragezeichen reicht schon. Also: Sind die deutschen Lebensmittel wirklich so sicher, wie die Regierung behauptet? Und schon beginnt das Kopfkino.

Als nächstes bietet sich, saisonal bedingt, an: Zimt im Weihnachtsgebäck, Puderzucker auf dem Christstollen oder Salz in den Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat an Weihnachten. Das hat aber nichts mit der ernsthaften Auseinandersetzung über das Thema "bessere Lebensmittel der Zukunft" zu tun. Die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) treiben derzeit den Innovationsmotor der modernen, jungen, urbanen Wissensgesellschaft an. Hier entsteht viel Neues, dass auch verunsichern kann.

Was jetzt wirklich wichtig ist: Wir müssen mit liebgewonnen Gewohnheiten Schluss machen. Wir müssen Abfälle zirkular verarbeiten, den Ressourceneinsatz optimieren. Neue Technologien sind Hoffnungsträger, deshalb brauchen wir brauchen den ernsthaften Dialog über die Zukunft unserer Lebensmittel, aus den Städten und vom Land. 

Eine besinnliche Adventszeit wünscht Ihnen,






Stephan Becker-Sonnenschein

#GFSInterview

Samuel H. Sternberg zu China und den CRISPR-Babys 

Samuel H. Sternberg, Redner beim Global Food Summit 2017, äußert sich zu den brisanten Neuigkeiten aus China zum Thema CRISPR-Babys.

Er betreibt ein eigenes Forschungslabor an der Columbia University, Abteilung für Biochemie und Molekulare Biophysik und ist Experte auf dem Gebiet CRISPR und Genome Editing. Zuvor war er im Doudna Lab von Jenifer Doudna in Berkeley, eine der Entdeckerinnen von CRISPR.  

1. In dieser Woche kam die Nachricht aus Shenzhen, China, dass dort eine erfolgreiche CRISPR-Intervention bei zwei Babys durchgeführt wurde, die dadurch resistent gegen HIV (Aids) sein sollen. Bislang unterlag die Anwendung von CRISP bei Menschen einem Moratorium. Hat Sie diese Nachricht überrascht?

Ja, die Nachricht hat mich überrascht. Zwar war ich mir die letzten Jahre über ziemlich sicher, dass die Anwendung von Genome Editing schneller kommen würde, als wir alle erwarten, auch im Bezug auf Menschen. Ich glaube aber, wir sollten warten, bis Daten zur Verfügung gestellt werden, die auch extern überprüft werden können, bevor wir über den Erfolg des CRISPR-Eingriffs tatsächlich Schlüsse ziehen können. 

2. Sie haben mit Jennifer Doudna einer der führenden Forscher von CRISPR, in ihrem Labor gearbeitet. Das Team unterstützte eine öffentliche Diskussion, um ein weltweites Moratorium für menschliche CRISPR-Interventionen. Wie wirken sich die Entwicklungen in China auf diese Diskussion aus?

In Hongkong findet ja diese Woche der Internationale Wissenschafts-Gipfel zu Genome Editing statt, um viele der wissenschaftlichen, ethischen, gesellschaftlichen und regulatorischen Fragen und Probleme zu diskutieren, die mit der klinischen Anwendung des Genome Editing in der menschlichen Keimbahn zusammenhängen. Die Nachrichten aus China in dieser Woche erhöhen die Dringlichkeit des Themas und unterstreichen die Notwendigkeit einer breiten Diskussion mit allen Interessengruppen.


English version
Samuel H. Sternberg about his perception on the latest breaking news on China and CRISPR babies. He runs a research laboratory as an assistant professor at Columbia University in the Department of Biochemistry and Molecular Biophysics and is an expert in CRISPR and gene editing technology.

1. China has announced a successful CRISPR intervention on HIV prevention with two babies that were born these days. Did this news take you by surprise?

I believe we need to wait until data are made available for external review, before concluding anything about the success of the CRISPR intervention. The news did take me by surprise, though I've been fairly certain for years that developments in the application of gene editing to human assisted reproductive technology will occur more rapidly than anticipated.

2. You have been working with Jennifer Doudna in her laboratory, one of the leading researchers on CRISPR. The team supported a public discussion to have a worldwide moratorium on human CRISPR interventions. How does the development on China affect this discussion?

An international summit on human gene editing is taking place this week in Hong Kong to discuss many of the scientific, ethical, societal, and regulatory issues at stake with clinical applications of genome editing in the human germline. The news from China this week add urgency to the issue and highlight the need for broad discussions amongst the many stakeholders.


#GFSTicket

Verlängert bis zum 31. Dezember 2018: EarlyBird Tickets - jetzt buchen!

Wir haben unsere Early Bird-Aktion verlängert. Die Tickets bekommen Sie hier.


#GFSEvent

"Essen neu denken" - Einladung zum Kick-off des Global Food Summits im Telefónica BASECAMP in Berlin 

Am 13.12.2018 ab 18:30 Uhr: „Essen neu denken“, eine „young+restless“ Veranstaltung in Kooperation mit dem Global Food Summit 2019. 

Alle reden von den UN-nachhaltigkeitszielen (SDGs) 2030, also davon, dass Essen nachhaltiger werden muss: weniger Wasserverbrauch, weniger CO2 Ausstoß, mehr Tierwohl, weniger Landverbrauch, weniger Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Es gibt Ansätze dafür, wie wir "Essen neu denken“: Fleisch ohne Rind oder Gemüse ohne Erde. Wir müssen darüber sprechen, ob und wie wir es zukünftig wollen. 

Wir laden ein zu "Essen neu denken", am 13. Dezember 2018, um 18.30 Uhr, im Telefónica BASECAMP in Berlin. 

Klicken Sie hier um sich anzumelden und diskutieren Sie mit Prof. Dr. Christian Ulrichs vom Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften an der Humboldt Universität in Berlin, Thema: "Urban Agriculture – Farming in Cube Circles“. Mit Benjamin Klotz, Ubermetrics, Berlin, Thema: "Social Food – Wie digitale Kommunikation die Lebensmittelindustrie herausfordert" und Stephan Becker-Sonnenschein, Global Food Summit, München, Thema: "Stadt-Bauer vs. Landwirt: Technologie verändert Berufsbilder“.

English version
We invite to the Telefónica Basecamp event "Rethink Food", taking place December 13, 2018 at 06:30 pm in Berlin. An Exciting kick off of the Global Food Summit on March.
Click here to sign on! 


#GFSSpeaker

Der Deutsche Bauernverband und Mosa Meat auf dem Global Food Summit 2019

Es ist vielleicht eine der interessantesten Begegnungen auf dem Global Food Summit 2019 in München: Der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Bernhard Krüsken, diskutiert mit Peter Verstrate, CEO von Mosa Meat, einem Pionier im Bereich Clean Meat, über die Zukunft der Landwirtschaft. Unser Programm für den 20. und 21. März 2019 steht – bis auf ganz wenige Ausnahmen. Wir werden Ihnen unsere Redner von China bis Bangladesh, von Kanada bis zu den Niederlanden, von der Universität Tongji bis Berkeley ab jetzt in jedem Newsletter vorstellen. 
Hier gehts zum aktuellen Programm.

English version
Probably the most interesting encounter of the Global Food Summit 2019 in Munich: Bernhard Krüsken, Secretary General of the German Farmers Federation will discuss with Peter Verstrate, CEO of Mosa Meat, about the future of farming and agriculture.
In the following newsletters, we will introduce more speakers. 
Have a look at our
program,

Peter Verstrate, CEO von Mosa Meat
 

Die Produktion von Fleisch aus Stammzellen in urbaner Umgebung scheint in der Zukunft tragfähig zu sein.
Wir freuen uns, Peter Verstrate, CEO von Mosa Meat, Innovationsführer auf dem Gebiet der neuen Züchtungstechnologien auf dem Global Food Summit 2019 in München begrüßen zu dürfen. Willkommen an Bord.


English version
Peter Verstrate, CEO of Mosa Meat
Urban production of clean meat in cities seems to be viable in the future. We are exited to welcome Peter Verstrate, CEO of Mosa Meat as leading innovator in the field of new breeding technologies. Welcome aboard.


Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV)

Neue Technologien und der Trend zu Urban Agriculture erfordern ein Umdenken über die Rolle der Landwirte. Der Vortrag von Bernhard Krüsken: "Urbane und ländliche Landwirtschaft - Wettbewerb oder Partnerschaft?" wird dieses Thema beleuchten und auch zur laufenden Diskussion in Deutschland über SDGs und ethische Standards beitragen.




English version
Secretary General of the German Farmers Federation (DBV)
New technologies & urban agriculture ask for a rethinking of the role of farmers out in the country and within metropole regions. His speech "Urban and rural farming - competition or partnership?" will also contribute to the ongoing German discussion on SDGs and ethical standards.



#GFSNews

Quadratisch, praktisch, Global Food Summit: die neue Homepage  

Sie ist eckiger geworden, aber auch kompakter und übersichtlicher: Die neue Homepage des Global Food Summits. Dort finden Sie unsere Redner, unser Team, die Kuratoren und die wichtigsten Informationen rund um den Global Food Summit 2019 in München. Einfach mal vorbei schauen: www.globalfoodsummit.com

English version
We present the new website of the Global Food Summit: Very compact in order to provide a quick and clear overview. Visit our new
website & stay updated in the future.

#GFSVeranstaltung

Der Global Food Summit 2019 beim Demo Day in Paris

Johanna Braun, Head of Innovation & Start-up ist heute, 29.11.2018, auf dem Demo Day in Paris.

Internationale Foodtech Start-ups präsentieren ihre Erfolge auf diesem herausragenden Event. 
Johanna Braun ist für den Global Food Summit vor Ort. 
Erfahren Sie hier mehr über den Demo Day.

English version
Today, November 29, 2018, various Foodtech startups present their achievements at the event Demo Day in Paris.
Click here to read more about the Demo Day. 


#GFSLocation



Die Münchner Residenz und die Wissenschaft: Suppenwürfel und Agrochemie


Der Max-Joseph-Platz in München befindet sich direkt an der Staatsoper und vor dem Residenztheater. Hier beginnt auch die Maximilianstraße, der Pracht-Boulevard von München. Die Straße wurde im Auftrag von König Maximilian ll erbaut, dem Vater des legendären König Ludwig II.

König Maximilian II war ein großer Förderer der Wissenschaften und Kultur. In seiner Zeit erlebte das Königreich Bayern eine neue Blüte der Geistes- und Naturwissenschaften. Bildung und wissenschaftliche Innovation wurden zum Regierungsprogramm erhoben; schulische und berufliche Bildung wurden reformiert. 
Die Stiftung Maximilianeum, gegründet 1852, ist auf ihn zurückzuführen. Sie hatte das Ziel, die besten Abiturienten aus allen Schichten der Gesellschaft zu fördern und zur staatstragenden Elite heranziehen. Das tut sie auch heute noch, allerdings ist der Staatsdienst nicht mehr verpflichtend. 

Verschiedene bayerische Wissenschaftler stellten zu dieser Zeit neue Weichen für die Lebensmittelproduktion. 
Besonders zu erwähnen sind hier der Chemiker Justus von Liebig (siehe Bild) und Maximilian Pettenkofer, ebenfalls Chemiker und Hygieniker. Beide beeinflussten als Professoren in München mit ihren Forschungen maßgeblich das Lebensmittel- und Agrarsystem. König Maximilian II. von Bayern lud Liebig persönlich ein, bot ihm in einer Privataudienz den Bau eines neuen Chemischen Instituts mit daneben liegenden Wohnhaus an und sicherte ihm weitgehende Freiheit in Lehre und Forschung zu. 

Liebigis Erkenntnisse, dass Pflanzen wichtige anorganische Nährstoffe in Form von Salzen aufnehmen, waren der Grundstein für die moderne Mineraldüngung und Beginn der Agrochemie. Gemeinsam entwickelten die beiden Forscher ein Fleischextrakt, den sogenannte „Suppenwürfel", der später zur Grundlage des Maggi-Suppenwürfels wurde. Nach Liebigs Meinung hätte dieses Fleischextrakt auch als Fleischersatz dienen können, fand zu seiner Zeit aber vorwiegend Anwendung in Suppen, eingesetzt als Krankenkost. Was dabei immer etwas untergeht: Liebigs Forschungen führten zu weiteren herausragenden Erfindungen, wie die des Backpulvers und des Chloroforms. 

English version
Max-Joseph-Platz, located next to the state opera of Munich and the "Residenz Theater", is the starting point of the famous Maximilianstraße. The magnificient shopping boulevard was built during the reign of King Maximilian ll, father of the legendary King Ludwig ll.


King Maximilian ll was a great supporter of science and very interested in education. During his reign, scientific innovation tremendously increased. The Maximilianeum foundation, established by him in 1852, identifies and fosters talents and provides education for them. With Maximilians support, two important scientists, the chemists Justus von Liebig (photo) and Maximilian Pettenkofer, revolutionized the system of food, agriculture and hygiene with their research. 

 

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